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Ja, mich gibt es noch.
Ich bin immer noch im Krankenhaus. Kommenden Mittwoch sind es genau 2 Monate. Dann geht es aber mit der Bahn nach hause.
Zum Bloggen bin ich trotz Netbook nicht wirklich gekommen, sieht man mal von den zwei Einträgen ab, die nur wenigen Lesern zugänglich sind.
Keine Zeit, wie immer. Das Therapieprogramm war unglaublich voll, teilweise länger als ein Arbeitstag. Und wenn ich dann mal Freizeit hatte, war ich meist entweder total erschöpft oder hatte wie üblich Schmerzen. Oder habe mit der Außenwelt telefoniert. Oder am Perlenschmuck für mein nächstes Kostüm gefrickelt.
Oder ferngesehen. (Hier gibt’s Premiere.
) Oder bin ins Schwimmbad ein Stockwerk unter mir gegangen.
Jedenfalls war mir alles lieber, als meinen schmerz- und therapiebelasteten Kopf großartig beim Verfassen von Texten anzustrengen.
Mehr über die Zeit hier und was es gebracht hat kommt irgendwann in einem ausführlichen Bericht für die registrierten Leser. So viel schon vorab:
Wunder sind keine geschehen. Als erstes wurde einem hier erzählt, dass chronische Schmerzen nicht heilbar sind und es daher eher darum geht, sich mit ihnen zu arrangieren, bestenfalls das Ganze etwas zu reduzieren. Und auch das Thema Medikamente bleibt problematisch, manche Schmerzen kann ich leider nur aushalten.
Aber immerhin helfen die Medis überhaupt wieder und ich bin nicht mehr so erschöpft wie ich bei meiner Ankunft war. Es gab auch einiges an neuen Erkenntnissen. Schmerzmäßig war es ein wildes Auf und Ab, und gerade stecke ich mal wieder in einer besonders miesen Phase, aber trotzdem hatte ich schon lange nicht mehr so viele Tage mit relativ wenig Schmerzen wie hier. Die Zeit war sehr anstrengend, aber gut.
Für die Zeit nach der Klinik habe ich eine lange Liste von Maßnahmen… Ich möchte bzw. muss eine ganze Menge ändern. Ich hoffe, ich kann mir das Leben bzw. die Schmerzen damit auf Dauer erträglicher machen oder sogar reduzieren. Ich habe schon nicht wenig Angst, es nicht zu schaffen und von den Aufgaben des normalen Alltags und mehr Schmerzen wieder erdrückt zu werden.
Ich werde wahrscheinlich noch einige Zeit krank geschrieben zu hause bleiben, aber das muss noch Ende dieser Woche mit meinem Schmerztherapeuten in Düsseldorf geklärt werden (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von Kliniken gelten ja immer nur so lange, wie man stationär dort ist. Für die Zeit danach geben sie nur Empfehlungen für den überweisenden Arzt ab.) Wenn er mich für arbeitsfähig hält, nehme ich halt Urlaub. So oder so werde ich wohl erst im März wieder arbeiten gehen. Ich muss mich erst langsam wieder an die Pflichten des Alltags gewöhnen und brauche dringend eine Pause nach 2 Monaten stressigem Therapieprogramm, außerdem habe ich schon jetzt ein halbes Dutzend Arzttermine für die Woche nach meiner Entlassung.
Aber diesmal mache ich keine berufliche Wiedereingliederung, stattdessen habe ich die ohnehin schon reduzierte Arbeitszeit anders verteilt.
Ich bügel jetzt noch den letzten Berg Wäsche und packe dann meine Koffer, denn die reisen mir dank Kuriergepäckdienst wieder voraus.
Düsseldorf, ich komme!
Trotz aller Bedenken freue ich mir natürlich auf meine eigenen vier Wände und die Ruhe darin, meine Badewanne, nach 3 langen Monaten endlich wieder zum Gesangsunterricht gehen zu können und ebenso wieder ins Kino, ein paar Dinge, die es hier nicht zu essen gab, z.B. die großen Portionen Salat nach Art des Hauses, und vor allem auf mein Miezekätzchen!
09.02.2009, 11:06 Uhr
546 Wörter
Kategorie(n) Gesundheit, Vertraulichkeit: 0
Tags ärzte, krankheit, schmerz, schmerztherapie
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Janine
Na dann sag ich schonmal: welcome home!!! Bis bald, und genieß die ersten momente im gewohnten Zuhause, ich finde das ist nach langer Abwesenheit ganz herzerwärmend im trauten Heim anzukommen!
Janine
Kommentar 1
09.02.2009, 22:35 Uhr
Na dann hoffe ich mal, dass du alles auf die Reihe bekommst wie du es dir vornimmst. Erhol dich gut
Tears
Kommentar 2
10.02.2009, 09:23 Uhr
Viel Erfolg (im Sinne von möglichst erfreulichem Leben, nicht die mega-ambitionierte Leistungsvariante…) wieder zu Hause!
Kommentar 3
10.02.2009, 23:39 Uhr
Da möchte ich mich Geli inhaltlich voll anschließen!
Alles Gute wieder zu Hause!
Kommentar 4
11.02.2009, 08:43 Uhr
trekbaby
Schön, dass du wieder nach Hause kommst und dich wirklich drauf freust
Nimm dir Zeit und leb dich wieder ein in deinen Alltag, ich wünsche dir alles Gute dafür
Kommentar 5
11.02.2009, 16:19 Uhr
Ich wünsche Dir viel Glück, wenn Du wieder zu Hause bist!!!
Der Stubentiger freut sich sicher auch schon wie doof
Kommentar 6
11.02.2009, 19:49 Uhr
Ich wünsche Dir ein gutes Gelingen und langsames Hineingleiten in den Alltag und für die Zukunft weniger Anspannung – wobei das nach Hause-Kommen nach zwei Monaten Klinik ja wieder zwangsläufig mit Spannung verbunden ist.
Minx wird vor Freude rotieren, wenn sie am Samstag wieder zu Dir kommt.
Ich wünsche Dir noch einen heiligen Freitag den 13., Tag der Venus.
Kommentar 7
13.02.2009, 15:09 Uhr
natürlich schließe ich mich allen guten Wünschen an
mich interessiert aber auch WELCHE Veränderungen es in deinem Alltag geben muß damit deine Schmerzsituation nicht wider schlimmer wird.
Kommentar 8
14.02.2009, 09:54 Uhr
Hallo Jessica, hab ja schon lange nix mehr von dir gehört, wenn du wieder zu Hause bist, kommen ben und ich nochmal vorbei…. Hoffe dir gehts soweit gut und wünsche dir viel Erfolg dass alles so klappt nach dem Klinik aufenthalt. Meld dich mal wenn du Ruhe hast und dann schauen wir mal wegen vorbei kommen… Aloha, Kessi
Kommentar 9
14.02.2009, 18:02 Uhr
Liane
Hallo Jessica, ich hoffe, Du bist gut wieder zu Hause angekommen und hast Dich schon etwas eingewöhnt. Minx müsste ja mittlerweile auch wieder da sein und Dir Gesellschaft leisten, oder? Da fühlt man sich direkt etwas mehr zu Hause
. Was den Alltag angeht, denke ich, dass Du das hinbekommst – lass Dich nicht stressen und schau, was Du Dir in bestimmten Situationen zutrauen kannst, der Rest kann warten.
Bis Dienstag.
liebe Grüße
Liane
Kommentar 10
15.02.2009, 19:01 Uhr
Hey, diese Benutzeraktivitäts-Wolke ist auch ne lustige Sache. Ist echt ne gute Idee! Grüße auch an Minx…ich hoffe Dein Tiger ist auch wieder gut bei Dir angekommen und nich sauer wegen Deiner Abwesenheit…ich weiß, wie Katzen da sein können…
Kommentar 11
15.02.2009, 20:01 Uhr
Schön mal wieder was von dir zu lesen!
Kommentar 12
17.02.2009, 14:00 Uhr
orlando
Hi Jessica,
Wollte dich fragen, ob du morgen um16 Uhr kommen könntest?
Schick mir einfach ein SMS, da ich zu Hause bin und kein emails bekomme!
Alles Gute
Orlando
Kommentar 13
18.02.2009, 15:16 Uhr
Hallo, Jessica, die ganze 2 Monate im Krankenhaus müssten dir ohne deine Katze endlos vorgekommen sein. Schön wieder zuhause zu sein! Alles gute!
Kommentar 14
20.02.2009, 19:10 Uhr
Huhu Jessica,
auf meinem Blog steht ein Blog-Award für dich bereit
Ich denke du kennst die URL?^^
Kommentar 15
02.03.2009, 15:08 Uhr
Brigitte
Meine Güte Jessica, ich möchte wirklich nicht in deiner Haut stecken. Ich habe mir jetzt gerade diesen und deinen vorigen Eintrag durchgelesen. Es ist unfassbar, was chronische Schmerzen anrichten können. Ich glaube, niemand, der das nicht mitmacht, kann nachvollziehen, wie schlimm das ist. Ich bin ja schon zu nichts mehr fähig, wenn ich wirklich mal starke Kopfschmerzen habe, was ausgesprochen selten vorkommt.
Ich könnte mir auch nicht vorstellen, zwei Monate ohne meine Katzen zu sein. Die sind ja schon beleidigt, wenn ich nach 6 Tagen Con wieder nach Hause komme, egal wie gut es ihnen zu Hause geht und wie gut sie durch Freund und Tochter versorgt werden. Sie sind einfach nur beleidigt.
Es ist irgendwie verdammt ungerecht, dass du mit einer derartig schlimmen Krankheit, die oft dazu nicht ernst genommen wird, geplagt bist. Das hast du wirklich nicht verdient.
Ich hoffe und wünsche dir nur, dass vielleicht doch irgendwann mal eine Besserung kommt.
Alles Liebe
Brigitte
Kommentar 16
30.05.2009, 13:06 Uhr
@Brigitte: Danke für Deine lieben Worte.
Eine Motivation für dieses Blog war es immer, das Phänomen anderen besser zu erklären, damit sie mich besser verstehen und um klar zu machen, dass es keineswegs harmlos ist. Ich habe auch vor, demnächst hier eine öffentliche Rubrik über chronische Schmerzen aufzubauen.
Zum Glück habe ich eine sehr pflegeleichte Katze. Sie ist einfach nur froh, wenn ich wieder da bin. Sie ist nicht beleidigt, sie pinkelt nirgendwohin, sie frisst ganz normal, sie klebt danach bloß etwas mehr als üblich an mir. Aber ich habe sie natürlich sehr vermisst.
Es hat jedoch geholfen, dass sie gut untergebracht war bei einem Polizisten-Pärchen, die mich regelmäßig informiert und mir Bilder in die Klinik geschickt haben.
Kommentar 17
04.06.2009, 22:46 Uhr