Die aktuellsten 10 Einträge sind auf der Startseite zu finden, ältere Einträge sind über das Archiv aufrufbar:
Ja, Ihr habt richtig gelesen: Dies ist ein Bericht zur FedCon 15, die von 19. – 21.05.2006.
Letztes Jahr war ich vor und nach der Veranstaltung so gehetzt, dass ich es bis zum heutigen Tage nicht geschafft habe, einen Bericht zu schreiben, weshalb sie allenfalls in ein paar Nebensätzen Erwähnung fand. Aber bevor ich einen Bericht zu Nr. 16 schreibe, will ich der Vollständigkeit halber den Vorgänger nicht unterschlagen. Vermutlich ist dies der veraltetste Conbericht aller Zeiten, hier und wahrscheinlich in der Geschichte des ganzen Fandoms, aber sei’s drum.
Wie immer werdet Ihr hier nichts über Schauspieler, Panels, Autogramme, Merchandise-Schnäppchen oder die legendäre Conparty lesen, die ich immer schwänze, sondern nur meine Show- und Kostüm-Erlebnisse auf und hinter der Bühne, wie üblich alles serviert mit einer gehörigen Portion Emotionelles und Persönliches. Die RingCon 2005 übertrifft sie nicht, aber die FedCon 15 steht an Platz 2 in meinen persönlichen Charts der frustrierendsten Cons aller Zeiten.
Achtung, laaanger Text und viele, viele Bilder. – Und wenn ich das sage, heisst das was.
Ich schwöre, es ist der letzte Bericht in solcher Länge und Ausführlichkeit. Ich glaube, das liest ohnehin niemand komplett, und ich schreibe schon Ewigkeiten daran… Ich habe allein 3 Tage gebraucht, um die Fotos alle zu sammeln, auszuwählen und in eine richtige Reihenfolge zu bringen.
Alle Angaben ohne Gewähr. Es ist schon so lange her, dass sich beim Ablauf vielleicht Fehler eingeschlichen haben.
Die Fotos in diesem Bericht wurden geschossen von mir, Karina, Maria (May), Thomas Brückl, dem offiziellen Videoteam hinter Michael Westerweller, Sascha Groß und Treknews (siehe jeweiliger Dateiname). (Habe ich natürlich alle gefragt, sonst hätte ich einen guten Teil der Bilder auch nicht in so guter Auflösung.)
Normalerweise würde ich nur ein paar Highlights hier posten, aber da ich nicht weiss, wann und ob ich jemals wieder meine Kostüm-Seite aktualisieren werde, nehme ich einfach alle.
Donnerstag morgen holte Micha mich und meine Kostüme in Neuss mit dem Auto ab, das schon mit ihren randvoll zugepackt war. – Unglaublich, aber wahr, was die Menge betrifft, ist sie noch viel schlimmer als ich. Ich hatte noch nie mehr als 4 eigene Kostüme mit zu einer Con, sie locker das doppelte!
Wir kamen irgendwann nachmittags in Fulda an und checkten erst einmal in dem 1,5 km entfernten schönen, aber recht teuren Hotel ein, wo wir auch auf der RingCon ein Doppelzimmer hatten.
Kerstin und Melanie – Bekannte von Micha aus den Kreisen der ehemaligen Middlearthlings, unsere beiden Hogwarts-Schüler und erstere seit diesem Jahr Organisatorin des Kostümwettbewerbs – hatten ebenfalls ein Doppelzimmer dort.
Der Rest des Stuntteams nächtigte geschlossen auf einem Zeltplatz in der Nähe, um Kosten zu sparen. (Sorry, aber dafür bin ich echt zu alt und gebrechlich.
Ich will ein weiches Bett, ein warmes Zimmer mit Bad, Frühstück und Fernseher.)
Wir brauchten wie üblich ewig, um den ganzen Kostüm-Kram vom Auto ins Hotelzimmer zu schaffen, und fuhren dann zum Con-Hotel Esperanto, um die anderen zu treffen.
Anschließend hatten Micha und ich Hunger und begaben uns mit Andreas (kenne ich schon seit Ewigkeiten von der FedCon / Ringcon / Edwins legendären HdR-Parties) zum Thailänder am Bahnhof, wo sich früher oder später anscheinend das who is who des aktiven Con-Geschehens tummelte, wie z.B. das Videoteam und die Data Family. Bei letzteren blieb Micha nach dem Essen kleben, während ich den Rückweg ins Hotel allein antrat. Surprise, surprise, mir ging es nicht gut, mein Schädel dröhnte.
Zudem hatte ich zu tun. Ich war ich nicht ganz fertig geworden mit meinen Arbeiten an den Kostümen.
Voldies Maske musste noch mit Schattierungen versehen werden.
Bei Shaak Ti trennte ich hinten den Mantel auf, um ein Loch zu schaffen für den rückwärtigen großen Tentakel. Der war trotz des Gegengewichtes der zwei vorderen Auswüchse leider zu schwer geraten. Herunterfallen konnte das riesige wattegefüllte Latexteil zwar nicht, aber er zog mir die Maske nach hinten, wodurch mir die Augenbrauen mitten auf der Stirn hingen. Ich wollte diesen Tentakel daher am Gürtel einhaken und bastelte einen Stecker, dessen zwei Teile ich über den Gürtel schob bzw. am Tentakel festnähte. Das war leider auch Mist, weil die Konstruktion zu viel Spiel hatte und trotzdem hing. In der Stuntshow steckte ich mir den Rückententakel daher kurzerhand durch das Loch in der Kutte unter den breiten Gürtel.
Beide Kostüme hatte ich nicht mehr komplett mit Makeup, falschen Fingernägeln etc. ausprobieren können. Ich hatte nicht einmal mehr Zeit gehabt, mir die Haare vor der Con zu blondieren. (Damals hatte ich noch die Strähne.) Das erledigte ich auch noch abends vor dem Fernseher, bevor ich nach dem üblichen Schlafmangel der heißen Prä-Con-Phase in den verdient langen Schlaf der Gerechten fiel.
Freitag vormittag probten wir früh schon die komplette Stuntshow im Hauptsaal durch. Im Gegensatz zu der RingCon-Show waren auch alle komplett, so dass dieser eine Tag reichte. – Diesmal störte uns auch kein Großmeister B. bei den Proben.
Ich komme mir immer völlig bescheuert vor, wenn ich das ohne Kostüm spielen muss. Die neuen DEFCON-Shirts in schwarz mit weißem Logo sahen wirklich cool aus! Wie blöd, dass ich meines nach der Con nie wieder gefunden habe.
Freitag nachmittag brezelten Micha und ich uns auf für unsere “Harry Potter”-Gruppe. – Oder eher gesagt, wir beide brezelten mich auf.
Während man als Death Eater nur schwarze Unterkleidung anziehen und Maske und Kutte drüberstreifen muss, braucht Voldie tatkräftige Unterstützung für seine Verwandlung. Spätestens die künstlichen Krallen, die ich zu hause schon in ellenlanger Feilerei vorbereitet habe, konnte ich mir nicht mehr alleine anbringen.
Ich war arg mal wieder gestresst, zumal wir uns zu einer bestimmten Uhrzeit mit den anderen im Esperanto treffen wollten und die Zeit wie üblich davon lief, und vermutlich unausstehlich. Ich bewundere Micha, dass sie das immer wieder erträgt, ohne es mir übel zu nehmen.
- Immerhin passte es diesmal zur Rolle, dass ich meine Untergebenen anraunze und herumkommandiere.
Ich war eigentlich vergleichsweise nett. Keine Folter und Mord an dem Abend, weder auf der eigenen, noch der gegnerischen Seite oder auch nur unter den nichtswürdigen Muggles.
So zufrieden war ich mit dem Ergebnis nicht. Die Maske war ja eh eine quick-and-dirty-Lösung gewesen (hier Bilder von der Fertigung und hier vom Kostüm), weil ich mich nicht noch mit Formenbau und Schaumlatex hatte herumschlagen wollen. Und wie gesagt, ich hatte es nicht vorher testen können und stand beim Schminken mal wieder unter Zeitdruck. Ich war mir wirklich nicht sicher, wie das Gesamtergebnis ankommen würde…
Wir fuhren mit dem Auto zum Hotel. Ich wäre zwar zu gerne in dem Outfit die 1,5km zum Esperanto zu Fuß gegangen, um arglose Passanten zu schockieren
, aber mit den Plateau-Schuhen war ich etwas gehandicapt.
Auf dem Weg vom Parkplatz zum Hotel und beim Aufenthalt draußen zogen wir schon etliche Blicke auf uns. Lauter Gestalten in schwarzen Kutten, maskiert oder mit so einer teuflischen Fratze wie ich, ja, da schaut man insbesondere im erzkatholischen Fulda schon mal skeptisch.
Besonders lustig fand ich das kleine Kind, das mich in stummem Entsetzen anstarrte und sich hinter den Beinen seines Vaters versteckte.
(Ich war übrigens sehr froh, dass das Wetter kurz vorher wieder umgeschlagen war und es schön kühl war, immerhin war schon Ende Mai und die Chance hoch, dass man bei hohen Temperaturen in seinem Kostüm zerfließt.
)
Im Esperanto wurde Maria (May) mit Kutte, Maske und Zauberstab ausgestattet und wir trafen uns mit unseren beiden armen Hogwarts-Schülern.
Wir Bösen duellierten uns mit den Guten für zahlreiche Kameras vor den Ausstellungsräumen und in der Eingangshalle und Kerstin und Melanie machten sich einen Spass daraus, ständig kreischend vor uns davon zu laufen.
Wobei mir bei den Fotos von uns mal so auffällt… Warum quäle ich eigentlich Slytherin-Schüler?
Die sollte ich doch besser rekrutieren.
Dumm angemacht wurden wir erstaunlicherweise nicht, obwohl ich weiss, dass viele Fedcon-Besucher ausgesprochene “Harry Potter”-Hasser sind.
Vielleicht haben wir gruselig und entschlossen genug ausgesehen, dass man uns lieber nicht verärgerte.
Vermutlich jedoch haben die meisten einfach nicht gewusst, wen oder was sie da vor sich haben.
Meine Bedenken hinsichtlich des Kostüms wurden schon bald zerstreut:
Sven, der Schneider unter den Chamäleons (the artists formerly know as Middlearthlings), gab Voldie ein thumbs up.
Zwei Sith baten mich um ein gemeinsames Foto – weil wir doch alle auf der gleichen Dunklen Seite stehen.
Ich sah im Con-Büro vorbei, weil Anita (trulla aus dem offiziellen Conboard) als HP-Fan unbedingt Voldie sehen wollte, wie sie vorher im Board gesagt hatte, und auch sie fand ihn klasse.
Zwischendurch machten wir es uns in der Lobby in einer Sitzgruppe gemütlich.
Ein Bekannter von Kerstin und Melanie (glaube ich) starrte mich die ganze Zeit an und war völlig fasziniert von diesem Gesicht und den roten Augen, wie er immer wieder betonte. Als ich die Kapuze herunterzog, war er geradezu verzückt von meinem kahlen Schädel und den Ohren.
(Ich finde in der Tat, die sind mir gut gelungen.)
Er bot der Runde Äpfel an, aber Seine Boshaftigkeit musste dankend verneinen. Ich hätte gut eine Stärkung vertragen können, aber konnte mit der Maske ja kaum sprechen, geschweige denn essen. Sie war zwar schön flexibel, aber der Mastix kapitulierte natürlich wieder recht schnell unter dem schwitzigen Latex. Stattdessen blieb es wie üblich bei Flüssignahrung via Strohhalm.
(Erinnert mich irgendwie an die Sevilla-Aktion. Es gab ein leckeres Buffet, aber ich konnte als Drakh nichts essen, sondern nur Flüssiges durch einen Strohhalm zu mir nehmen. Als die Sache vorbei war und endlich wieder aus dem Kostüm heraus konnte, war vom Buffet natürlich nichts mehr da.)
Micha musste für mich immer die Knöpfe im Aufzug drucken. Mit den Fingernägeln ist das wirklich nicht einfach. Jetzt weiss ich, warum Ralph Fiennes damit im Film so herumhantiert…
Wir hatten uns mit Michael vom Videoteam verabredete, weil er uns aufnehmen und für das Convideo noch eine kleine Szene drehen wollte. Das machten wir in einem Gang vor den Hotelzimmern im Obergeschoss.
Es war eigentlich nichts Spektakuläres und wir waren gar nicht mal laut dabei, aber zwischendurch ging eine Tür auf und ein griesgrämiger Christian Kane (Lindsey in “Angel”) schaute durch den Spalt. Offenbar fühlte er sich durch unser Treiben gestört, sagte aber nichts und knallte die Tür wieder zu.
Viel besser drauf war Gigi Edgley (Chiara in “Farscape”). Sie kam auf uns zu mit ihrer Kamera und wollte unbedingt ein Foto von uns machen.
- Sind wir cool oder was?
Die Schauspieler machen Fotos von uns.
Wir schauten uns noch die Opening Ceremony an und Micha fuhr mich zurück ins Hotel, wo ich nach dem Abschminken auch blieb. Genug schlechte Taten für diesen Tag vollbracht.
Lord Voldemort sagt Danke an seine treuen Schergen!
Wir frühstückten wie die meisten Tage mit Kerstin und Melanie. Ich habe unsere Weiber-Läster-Runden
sehr genossen, ich mag die Zwei.
Ich glaube, ich habe den größten Teil des Samstags im Hotel verbracht…
Wir trafen uns Samstag abend zum gemeinsamen Aufbrezeln in den Künstlergarderoben. – Ich habe mich im Esperanto schon so oft verlaufen, aber die Räume waren noch schwerer zu finden. Sie liegen irgendwo zwischen Haupt- und Händlersaal im ersten Stock, man kann von da aus das durch ein Fenster das Treiben im Händlerraum beobachten. Es war ziemlich hektisch, weil so viele Leute in kurzer Zeit verwandelt werden mussten, und es war auch eine nicht unerhebliche Sauerei.
Keine Kostüme mehr, wo ich mir die Hände schminken muss! Schon gar nicht rot.
Auf der Leinwand läuft das Video: Das 20th century fox-Intro, nur diesmal mit DEFCON Unlimited-Schriftzug. Der “Star Wars”-Schriftzug mit bekannter Fanfare, ein nicht ganz so ernst gemeinter Intro-Text. (”Und dann hatte Anakin einen echt miesen Tag und entschied sich – schwupps – einfach mal für die Dunkle Seite der Macht. Klingt komisch, is’ aber so.”) Auf der Bühne sind 3 Jedi-Jünglinge.
Daraufhin erscheint Anakin mit imperialen Soldaten, um alle Jedi inklusive der Kinder zu töten.
Die Jedi Luminara und Barris Offee stellen sich ihm entgegen. Sie würgen ihn mit der Macht und lassen ihn in die Höhe schweben.
Die Sith Asajj Ventress erscheint, um ihm zu helfen, doch die Jedi Adi Galia hält sie davon ab. Beide kämpfen. Ventress gewinnt und schleudert Adi mit der Macht von der Bühne.
Bevor Ventress die beiden verbliebenen Jedi angreifen kann, brüllt von der Zuschauertribüne Mace Windu herab. Er läuft quer durch das Publikum auf erklimmt die Bühne. Er würgt Ventress mit der Macht und schiebt sie an den Rand der Bühne, hält sie jedoch zu früh für besiegt. Als er sich abwendet, schlägt Ventresse mit der Macht zu – sie wollte jedoch nicht ihn treffen, sondern den Stahlträger hinter ihm. Dieser fällt auf die beiden Jedi.
Anakin ist nun frei und stürzt auf den Boden. Wütend geht er auf Mace Windu los, sie kämpfen. Der Jedi Agen Kolar kommt dazu, doch Anakin besiegt beide, am Ende drückt er sie mit Würgegriff der Macht zu Boden.
Am gegenüberliegenden Ende des Saales erscheint die Jedi Shaak Ti. Sie geht langsam durch das Publikum auf Anakin zu und hebt die Hand zur Decke. Sie lockert mit der Macht den Bühnenscheinwerfer, der auf Anakin herabfällt. Er wird getroffen und stürzt benommen von der Bühne.
Die beiden Jedi rappeln sich wieder auf, doch da erscheint schon – Ko-ra! Ra-ta-maaa! – Darth Maul. Zunächst würgt er mit der Macht Shaak Ti, die ohnmächtig zu Boden fällt, dann duelliert er sich mit beiden. Er gewinnt.
Wo zuvor schon Shaak Ti erschienen ist, kommt nun ein Jedi gelaufen, der die Kapuze tief ins Gesicht gezogen hat. Beim seinem Sprint zieht er erst sie, dann den ganzen Mantel aus, um mit einem Salto auf die Bühne zu springen. Es ist Obi-Wan. Er kämpft gegen Maul. Dessen Doppellichtschwert wird dabei zerstört, er kämpft erst mit zwei Einhändern, dann nur einem weiter. Am Ende schleudert Obi-Wan Maul hinter zwei Felsen. Er denkt, er hat bereits gewonnen, doch Maul steht wieder auf, schiebt die beiden Felsen mit der Macht auseinander und greift Obi-Wan erneut an. Dieser fällt von der Bühne. Maul springt ihm mit gezündetem Lichtschwert hinterher, doch Obi-Wan steht bereits wieder und kann Maul mit der Macht in der Luft festhalten.
Die Jedi haben gewonnen!
(Die Schwerter waren übrigens Holzstäbe, die mit Farbe angemalt und bei den Stuntman zusätzlich mit reflektierender Folie umwickelt waren. Wir hatten an mehreren Seiten der Bühne Schwarzlichtlampen, die sie zum Glühen brachten. Funktionierte ganz gut, allerdings nur, wenn derjenige in Nähe einer der Lampen stand und das restliche Licht nicht zu hell war, z.B. bei einem Blitzlichtgewitter. Die Sounds waren wie alles natürlich Playback.)
So weit die Theorie. In der Praxis sah es dann ein wenig anders aus:
Vor dem Start der Show deponierte ich mein Schwert, die wir alle zum Schluss in der Luft schwenken sollten, so vor der Bühne, dass keiner drüber stolpern würde. Als ich durch den Gang flitzte, hörte ich noch jemanden sagen: Guck mal die da, die ist cool.
Ich stellte mich in den Ausgang an der Tribüne gegenüber der Bühne, durch den ich kommen sollte, um das Ende des Kostümwettbewerbes abzuwarten. Zwischendurch meinte ein Helfer, ich dürfte da nicht stehenbleiben. Ich meinte doch, weil ich zur nachfolgenden Show gehöre.
Vor dem Start heizte Floh das Publikum an – wortwörtlich, es war eine Pyroshow. Seine Performance war klasse, dennoch war ich nicht begeistert von der Sache. Ich hatte vorher nichts gewusst davon und starb tausend Tode, weil es für meinen Geschmack doch wirklich zu gefährlich war inmitten der Zuschauer.
Ich betete zu allen Göttern, deren Namen mir einfielen, dass nichts passiert, und mir fiel der Himalaya vom Herzen, als es vorbei war. Das hat mich viel nervöser gemacht als mein eigener Auftritt.
Als der dann endlich anstand, kam das nächste unerwartete Ereignis: Ich lief im Dunkeln los durch den Saal. Ich dachte mir nur O nein, niemand sieht mich, hoffentlich schnallen die in der Lichttechnik endlich, dass es hier unten im Gang weitergeht.
Aber haben sie nicht. Das Spotlight wurde erst auf mich gerichtet, als ich schon lange vorne an der Bühne stand und der Scheinwerfer schon auf dem Weg nach unten war.
Den Rest der Show verfolgte ich mit halbem Auge vom Fußboden aus, nachdem Darth Maul mich ohnmächtig gewürgt hatte.
Ich bemerkte, dass der Schluss-Kampf nicht so gut war wie bei den Proben. Jörg’s Tunika löste sich auf, weshalb er einige heiklere Sachen (Salto oder Flic-Flac) weglassen musste. Zwischendurch vergass er an ein paar Stellen die Choreographie und Benny stieß ein paar Mal mit seinem Schwert an das gespannte Stahlseil oder musste mitten in irgendetwas stoppen, weil es im Weg war. Schade.
Es folgte Panne Nummer 2: Darth Mauls Wire-Action-Stunt ging voll in die Hose. Als Maul Obi-Wan hinterherspringen wollte und zum Zeichen, dass er losspringt, brüllte, tat sich nichts.
Was war passiert? Das Stahlseil hatte sich erst an den Pappmaché-Steinen und dann an der Leinwand verfangen. Die Leute dahinter hatten beim Ziehen einen Wiederstand gemerkt und nicht weitergezogen – zum Glück, denn sonst wäre die Leinwand wohl hinüber gewesen, was ein paar Tausend Euro Schaden gewesen wäre.
Als klar war, dass der Schluss nicht mehr zu retten war, ließ Benny sich genervt auf den Boden fallen und blieb dort liegen, bis wir nach dem Schluss alle auf die Bühne geklettert waren und uns um ihn scharrten. – Mach das nie wieder, Junge!!!
Du hast mir einen unheimlichen Schreck eingejagt.
Ist ja nicht der erste Unfall auf einer Con, nicht wahr?
Er schnappte sich ein Micro. Ich weiss nicht mehr, was er genau sagte. Ich glaube, er fragte ziemlich wütend, wer dafür verantwortlich sei und erklärte dem Publikum, dass wir es nochmal versuchen, wie es geplant war. Es brauchte einige Zeit und Durchläufe, bis es klappte. Beim letzten Sprung war der Zug und der Ruck zurück so stark, dass Benny unter der Weste, in der er eingeschnürt war, einige Quetschungen erlitt.
Danach schworen wir uns, bei künftigen Stuntshows keine Wire-Action-Stunts mehr zu machen, das war nach der RingCon nun schon das zweite Mal, dass etwas schief gegangen war.
Ich war danach unglaublich wütend.
Und dummerweise alleine mit meiner Wut, denn bei den anderen hat es ja geklappt. Außer bei Benny natürlich, aber zumindest hatte er vorher zwei coole Kämpfe gehabt, während ich vollständig unterging.
Einzig die durchgehend gute Stimmung im Team tröstete mich etwas darüber hinweg.
Wir trafen uns alle in einer der “Chillout”-Räume (so nennt man das neudeutsch wohl
) hinter den Ausstellungs- und Clubräumen, sprachen über die Show und konsumierten dabei gemeinsam Bier. (Ja, auch ich, welche Sensation.
Allerdings war es nur Bit Sun und ich trank nur ein paar Schluck, ich mag einfach kein Bier.) Daher stammen übrigens auch die Bilder von betrunkenen Jedis.
Anschließend gingen wir zur Bespin-Pappkulisse im Foyer des 1. Geschosses, um dort ausgiebig Fotos von unseren Kostümen und der ganzen Gruppe zu machen.
Danach schälten wir uns alle wieder aus den Kostümen. Ich brauchte ewig, bis die rote Farbe restlos wieder ab war – erwähnte ich schon, dass es eine riesige Sauerei war?
Wir schickten noch jemanden los, der irgendwo in Fulda eine Ladung Pizzen besorgte, und machten uns in der Künstlergarderobe – die inzwischen wie ein Schlachtfeld aussah, was wir natürlich hinterher wieder aufräumten – darüber her.
Ich machte mich danach allein auf den Weg ins Hotel. Muss ich erst noch erwähnen, dass es mir wie üblich schlecht ging? Witzigerweise war es ausnahmsweise nicht der Kopf, aber so ziemlich alles tat mir weh andere. Ich nahm 2 Novalgin, aber der Erfolg war mäßig. Während der Rest sich auf der Party vergnügte, lag ich heulend vor Schmerz im Bett…
Der Sonntag ist schnell erzählt: Frühstücken, den ganzen Kostüm-Kram wieder im Auto verstauen, Frühstück, Auto vor dem Esperanto parken, noch ein bißchen auf der Con herumgammeln, mittags mit den Überresten des Stuntteams und Kerstin essen, sich von allen verabschieden, die man finden kann, und noch vor der Abschlusszeremonie und dem Closign Video waren Micha und ich wieder auf dem Rückweg nach hause.
Und die letzten Fotos von der Con:
Von dieser Con habe ich so gut wie nichts mitbekommen. Nun ja, nichts Neues, das geht ja spätestens seit Mitte 2003 so mit den Cons bei mir wegen solcher Aktivitäten wie Videoteam, Stunt- und sonstiger Fanshows und dem obligatorischen Kostümwettbewerb sowie jeder Menge persönlicher Katastrophen. Dies hat zu meiner Entscheidung, mich aus Dingen dieser Größenordnung zurückzuziehen, beigetragen. (Dazu bald mehr, sofern ich es endlich mal schaffe.) In einer Hinsicht war diese Con noch besonders: Ich habe zum ersten Mal seit dem Jahre 2000 nicht beim Kostümwettbewerb mitgemacht.
Ich war vor der Con mal wieder völlig im Arsch, ähnlich wie bei jener legendären RingCon.
Wir erinnern uns: Letztes Jahr war ich um die Zeit der Con herum wegen meiner Schmerzstörung in der Klinik. Also zumindest teilstationär, d.h. ich war nur noch tagsüber zur Therapie dort und zu dem Zeitpunkt nur noch 3 Tage in der Woche. Während dieser Zeit bin manchmal tatsächlich täglich gependelt oder habe bei Micha oder meiner Oma in Nachbarstädtchen der Klinik übernachtet. Gearbeitet habe ich nicht, zu der Zeit war ich noch komplett krank geschrieben, inzwischen den 4. Monat. (Gleichwohl wurde mir Urlaub für den Con-Freitag und den Montag danach abgezogen, denn ich hatte den schon so lange im Voraus beantragt, dass ich vergessen hatte, es wieder zu stornieren.) Deswegen mussten die Ärzte auch ihr Einverständnis zum Besuch der Con geben. (Wie später auch zu jedem Urlaub während der Wiedereingliederungszeit. Obwohl ich schon längst wieder für Umsatz sorgte.) Mir ging es so gut – bzw. schlecht – wie eh und je, aber ich habe ihnen klar gemacht, dass wenn sie mich nicht gehen ließen, dies angesichts der vergeblichen Arbeiten für die Con so frustrierend für mich sei, dass es mir garantiert nicht besser dadurch ginge oder ich notfalls auch ohne Zustimmung hingehen würde.
Nun ja, es gab nicht wirklich Widerstand.
Ich schätze, sie haben gemerkt, wie sehr ich mich darauf gefreut habe, zumal der einzige schmerzfreie Tag, von dem ich ihnen in all den vielen Wochen berichten konnte, ein Tag während des stationären Aufenthaltes war, an dem ich am Wochenende nach hause fuhr und es mir soweit möglich gut gehen ließ, mittags Freude mit Sandra beim Gesangsunterricht hatte und abends mit Micha spontan die Voldemort-Aktion ins Leben rief, weil ich mangels Fernseher und Computer während des längeren Klinikaufenthaltes sämtliche “Harry Potter”-Bände (Original) hintereinander verschlungen hatte und nun endgültig zum Fan mutiert war. (Mitpatienten ständig: Immer noch ‘Harry Potter’?
Ich: Nein, schon wieder!
) Vorfreude ist eben die schönste Freude, sagte einer der Ärzte.
Allerdings darf man nicht verschweigen, dass die Con und die Vorbereitungen dafür natürlich anstrengend und stressig waren – wie immer. Nein, noch schlimmer:
Die Maske für Shaak Ti war schon vor den beiden Krankenhausaufenthalten fertig gewesen, musste jedoch noch coloriert und verziert werden.
Das Jedi-Kostüm mit Tunika und Mantel existierte noch gar nicht. Die Stoffe dafür kaufte ich zusammen mit sämtlichen Stoffen für alle Akteure der Stuntshow (mit Ausnahme der Kostüme, die Micha machte) bei ebay und in Onlineshops – viele der wenigen Stunden, die ich während des stationären Aufenthaltes zu hause verbringen konnte, verbrachte ich vor dem PC mit Sucherei, Rechnerei, Bestellen und Onlinebanking. Das Ganze musste natürlich noch genäht werden. Mehr als mein eigenes Kostüm für die Stuntshow hätte ich nicht einmal geschafft, wenn ich mich geklont hätte. Micha und meine Mutter nähten die Tuniken und Roben für die übrigen Darsteller und Benny fertigte auch einiges an Kostümteilen selbst an.
Ich musste zudem eines an Zubehör besorgen (Jedigürtel, Stiefel inklusive Modifikationen) und stellte nach Vollendung des Werkes fest, dass alles zwar gut aussah, aber fürchterlich unbequem war. Ich hatte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollen und statt des typischen Shaak Ti-Gewandes für sie Standard-Jedi-Gewandung machen wollen, die ich auch ohne Maske als Mensch tragen kann, aber mit Maske und der Tunika, an der man nach jeder Bewegung irgendwie ständig herumzupfen muss, damit sie wieder richtig sitzt, war mir das zu unsicher für die Stuntshow. Also zog ich erneut los und kaufte einen passenden Rock, Gürtel und ein Oberteil sowie Materialien für die Schürze, die in letzter Minute zusammengenietet und angepinselt wurde.
Nur Proben fielen für die Show im Vorfeld keine an. Mein Part in der Stuntshow war so harmlos, dass es ausschließlich vor Ort geprobt werden konnte.
Und dann war da noch Voldemort, für den Materialien und Zubehör (Stoffe, Latex, Kontaktlinsen, Plateauschuhe, Zauberstab) zu besorgen sowei eine gefütterte Samt-Kutte zu nähen und eine Latexmaske herzustellen galt. Und zwei Todesser, für ich Zauberstäbe und Masken besorgt und teilweise gefütterte Satin-Kutten genäht habe. Da die bis heute ungebrochene HP-Manie ziemlich neu war, hatte ich das mal eben spontan dazwischen schieben müssen.
Wie ich das alles in der Zeit geschafft habe, wo ich kaum zu hause und psychisch und physisch so angeschlagen war, weiss ich bis heute nicht.
Zu den Kostüm- und Organisationsarbeiten gesellte sich dann kurz vor der Con noch ein gehöriger Frust wegen der Stuntshow. Zunächst im Hinblick auf die Einbeziehung meiner Person in die Planung – oder vielmehr dem genauen Gegenteil davon. Ich hatte keinen Plan, was abging, und wusste teilweise gar nicht mehr, ob ich überhaupt noch dabei bin, weil mein Bruder mich nicht informierte. (Das habe ich mit ihm schon besprochen. Einigen anderen erging es genauso, die ebenfalls frustriert bis verärgert waren.)
Dazu gab es Ärger bei der Herstellung der Kostüme. Angeblich hatte ich viiiel zu viel Stoff bestellt und meinen gebetsmühlenartig wiederholten ausführlichen Erklärungen dazu wurde nicht geglaubt. – Ich nähe seit 8 Jahren! Und dumm bin ich auch nicht, um es gelinde auszudrücken. Ich bin durchaus in der Lage, eine Nähanleitung zu lesen UND zu verstehen. Ich war sauer – erwähnte ich schon, dass ich mir die Nächte um die Ohren geschlagen und kostbare Stunden zu hause geopfert hatte, um das Material zu besorgen?
Das mit der Vorfreude auf die Voldemort-Aktion erledigte sich dann auch sehr schnell.
(Einige Leser wissen was ich meine. Demnächst in geschlossener Gesellschaft und aus aktuellem Anlass mehr dazu, damit sich nicht wieder jemand wegen vager Andeutungen, die sowieso niemand außer den Betreffenden verstehen kann, auf den Schlips getreten fühlt.)
Das war das Frustrierendste für mich, weil ich mir geradezu ein Loch in den Bauch gefreut hatte deswegen – und bei Merlins Bart: Dinge, über die ich mich freuen kann, gab es ohnehin nicht viele in den letzten Jahren. Statt unbeschwerter kindlicher Freude an Planung und Durchführung dieser Sache, an HP und speziell meinem heissgeliebten Voldie kam mir am Ende nur noch dieser in höchstem Maße lästige Streit in den Sinn, wenn ich an die Aktion gedacht habe. Genauso groß wie die Vorfreude war am Ende der Frust.
Während diesmal die Umstände angenehm waren und ich mit allen Beteiligten der Stuntshow, unserem “Harry Potter”-Grüppchen sowohl bei den Aktionen als auch den Rest der Con über Spass hatte, war der Erfolg unserer Aktionen bescheiden, zumindest für mich. Eigentlich nichts Neues – ich erinnere an die Con 2005. Hathor und Skeletor sind zwei meiner besten Kostüme, wie ich finde, auf jeden Fall aber zwei der aufwändigsten und teuersten, und ich habe fast gar kein Feedback und zum Teil sogar eine Reihe dummer Sprüche bekommen. Schon damals war ich kurz davor, alles hinzuschmeissen, weil Input und Output in keiner vernünftigen Relation mehr zueinander standen.
Diesmal war es kaum besser, auch wenn ich Voldie und Co schon aus Überzeugung immer wieder machen würde.
Mit Shaak Ti ist es anders: Ich wollte zwar ohnehin ein Jedi-Kostüm machen, um endlich etwas zu haben, was bequem ist und den ganzen Con-Tag getragen werden kann. (Dass es dann doch nicht bequem war, steht auf einem anderen Blatt.) Aber speziell auf Shaak Ti kam ich erst, als mein Bruder die Stuntshow plante und ich unbedingt mit dabei sein wollte. Als unsportlicher Nicht-Stuntman war klar, dass ich ein umso krasseres Kostüm haben musste. So ein doller Shaak Ti-Fan bin ich nicht, zumal ich die Comics nicht lese und sie aus den Filmen leider herausgeschnippelt wurde, auch wenn ich sie, wie alle meine Kreaturen, im Laufe des Fertigungsprozesses lieben, leben und schätzen lernte – und danach zu hassen, um mich bei der Fertigstellung wieder mit ihr zu versöhnen.
Ironie des Schicksals, dass ich dann in der Stuntshow, für die ich 3 Monate am Kostüm gearbeitet und den Kostümwettbewerb geknickt hatte, fast gar nicht zu sehen war. Im Grunde genommen hätte ich gar nicht mitzuspielen brauchen. Durch die Beleuchtungspanne hat mich in dem dunklen Saal so gut wie niemand gesehen und schon gar nicht haben die Zuschauer verstanden, wieso ich in den paar Sekunden meines ohnehin kurzen Auftrittes dann auf einmal da stand, als dann endlich doch mal ein Spotlight auf mich gerichtet war. Nur einziges Foto vom Con-Fotografen und ein paar Sekunden Aufnahme sowie die Erwähnung im Programmheft zeugen davon, dass ich tatsächlich mitgespielt habe. (Was ich sehr cool fand, Benny und ich waren dabei die einzigen mit Nachnamen, vom Rest hatte er Dirk vermutlich keine geliefert.
) Mein Auftritt wäre richtig cool gewesen – das Kostüm, der langsame Lauf durch das Publikum, die schöne Chor-Musik dazu, der präparierte Scheinwerfer, der Anakin erschlägt. Ich meine – ICH habe Anakin Skywalker fertig gemacht, wer kann das schon von sich behaupten??
Ok, es gibt Schöneres, als anschließend von Darth Maul erwürgt zu werden, aber hey, ich beschwere mich nicht.
Wir haben den Ablauf bestimmt 3mal mit Tontechnik und Beleuchtern abgesprochen, zuletzt 10 Minuten vor der Show, Erik ist noch einmal zu ihnen hin gegangen und hat erklärt, aus welchem Eingang unsere Akteure kommen, die dann ein Spotlight brauchen. Entweder haben die in diesen paar Minuten das Personal noch ausgewechselt oder Erik hat Chinesisch geredet oder die Person hatte das Kurzzeitgedächtnis eines Milchbrötchens – jedenfalls, auf ein Spotlight wartete ich vergeblich. Ein paar Leute, die den Ablauf kannten, wie z.B. Michael Westerweller vom Kamerateam, wollten hoch zur Person am Spotlight stürmen, doch die Helfer ließen niemanden durch.
- Was an sich löblich ist, damit sich niemand etwas tut. Bei der HdR-Show bin ich damals 1000 Tode gestorben, weil es immer noch ein paar Schwachköpfe gab, die meinen, sich den Anweisungen zu ihrer eigenen Sicherheit widersetzen zu müssen. Die mussten dann unbedingt und jetzt gleich vom Eingang zu ihrem Sitzplatz und umgekehrt, egal, ob da gleich brennende Orks durch den Gang laufen. Insofern gut, dass die Helfer diesmal strenger waren. Aber man kann es auch übertreiben. Leute vom Kamera- oder Stuntteam sind schon an den Ausweisen erkennbar. Und es ist ein Unterschied, ob jemand dringend auf ein technisches Problem hinweisen muss oder ihm ausgerechnet während der Show in den Sinn kommt, zu seinem Sitzplatz spazieren zu müssen. Irgendwann hatte man ein Einsehen und ich bekam doch noch Licht, aber da war halt schon alles zu spät.
Man kann sich ausmalen, wie ich mich gefüllt habe. Ich gehe nur noch zu Cons wegen unserer Fan- und Kostümaktivitäten. (Es gäbe nur noch wenige Schauspieler und Themen, die mich sonst auf eine Con locken würden, und die sind anscheinend leider Wunschträume.) Ich habe 3 Monate an dem Outfit gefrickelt unter ziemlich erschwerten Bedingungen, siehe oben. Ich habe zum ersten Mal seit vielen Jahren deswegen auf den Kostümwettbewerb verzichtet. Und irgendsoeine trantütige Schnarchnase macht alles zunichte. Dankeschön!!!
Wir haben uns nachher beschwert, unter anderem auch im Forum. Wir waren auch nicht die einzigen, wo die Beleuchter gepennt und damit etwas versemmelt haben. Aber wir wurden komplett ignoriert, weshalb ich das Ganze doppelt enttäuschend fand. Da liefert jemand eine Show für lau, steckt sogar noch eigenes Geld in die Sache, macht sich monatelang Arbeit in Form von Proben und Kostümen, und man geht nicht einmal auf ihn ein, wenn er etwas zu sagen hat. Man hätte nichts mehr dran ändern können, aber bei einem “Tut uns leid, kommt nicht wieder vor” hätte sich niemand einen Zacken aus der Krone gebrochen und die Sache schon anders aussehen lassen. Die Konsequenz solcher Vorfälle kann nur sein:
Tja, a) ist schwierig. Erwähnte ich schon, dass alle das just for fun gemacht haben? Es ist nicht immer ganz so einfach, Freiwillige zu finden, die keine Fans sind, sich Urlaub nehmen und eigenes Geld für Fahrt und Übernachtung opfern und dafür keinerlei Gegenleistung erwarten. Und von den restlichen Optionen gefällt mir keine.
Wie ich schon sagte, es gab als Gegenleistung nur Eintritt und Verpflegung.
Kostüme, Requisiten, Mietwagen, Ausrüstung, Übernachtung, alles von den Akteuren selbst bezahlt. Ganz zu schweigen von der Arbeit an den Kostümen, den Proben, der Con selbst und der Opfer, die zu erbringen waren: Zwei Leute haben sich für ihre Rolle eine Glatze rasiert, Benny und Manu. Jörg hat sich für Obi-Wan monatelang die Haare wachsen lassen.
Schön blöd, könnte man jetzt sagen. Wir hatten halt schon mit den Vorbereitungen angefangen, als noch nicht klar war, ob das Budget der Con das überhaupt erlaubt bzw. was wir in eine Show investieren können. Als dann klar war, dass die Situation nicht so rosig aussieht, haben wir uns entschieden, die Show trotzdem zu machen. Schließlich machen wir das auch nicht aus reinem Altruismus, sondern auch zu unserem eigenen Vergnügen.
Ich finde dennoch, dass man das mal hätte irgendwo erwähnen können. Das gleiche Spielchen wie bei der FedCon 2005. Wenn dem Karstadt als Sponsor für Plastiktüten gedankt wird, wäre unsere Show allemal eine Erwähnung wert gewesen.
Trotz des Theaters im Vorfeld war es auf der Con selbst mit Voldie und allen, die sich ihm freiwillig oder unfreiwillig angeschlossen haben, dann glücklicherweise doch ganz witzig, siehe oben.
Was mich im Nachhinein jedoch sehr verärgert hat, war das Convideo. Ich gebe es zu, ich bin ein klein wenig narzistisch. Ich möchte mich schon da drin sehen bei all der Mühe, die ich in meine Kostüme und in die Shows stecke. Meist ist das Ergebnis ganz ok, d.h. ich bin im Rahmen des Kostüm-Wettbewerbs zu sehen, meistens auch im Closing Video, die Nummern waren größtenteils sogar fast in voller Länge auf der DVD enthalten – außer 2005 unsere “Masters of the Universe”, da fehlte der Anfang, ich finde, die paar Sekunden hätte man uns auch noch gönnen können. Nun, diesmal habe ich nicht daran teilgenommen, und dass meine Shaak Ti in der Stuntshow nur kurz zu sehen ist, war nicht Schuld des Kamerateams. Sie haben daraus gemacht, was möglich war. Im Closing Video waren immerhin ein paar coole Szenen aus der Show und der gleiche Kampf nochmal mit zivilen Akteuren während der Proben.
Was mich jedoch richtig geärgert hat, war die Sache mit Voldemort.
Als die im Shop bestellte DVD kam, schaute ich sie mir an, und sah nichts von unserer Aktion am Freitag – dabei hatten wir die Szene doch extra für das Video aufgenommen. Ich habe mich mächtig geärgert, um es mal gelinde auszudrücken, ich war stinksauer und enttäuscht.
Dies hat neben vielen kleinen und größeren Gründen den Ausschlag dafür gegeben, dass ich den Entschluss gefasst habe, mich cosplay-mäßig in den Ruhestand zu begeben. Irgendwann bin ich dann geplatzt und habe Michael Westerweller gefragt, ob die Szene nicht drin sei. Er sagte doch, aber als Easter Egg, und beschrieb mir, wie ich die Szene finde.
Das tat ich dann auch und war wieder etwas versöhnt, weil man mich doch nicht völlig veräppelt hat und ich immerhin das Filmchen für den Eigengebrauch habe bzw. zur Veröffentlichung auf meiner Kostüm-Seite.
Glücklich bin ich darüber dennoch nicht, denn was nützt es mir, im Convideo zu erscheinen, wenn kein anderer es findet. Im DVD-Thread im offiziellen Forum fragte ich nach, ob jemand das Egg gefunden hatte, und die Antwort war nein. Ich beschrieb zwar den Weg, und zwei oder drei Leute von den Mitlesern machten sich die Mühe nachzusehen, aber das ist ja vergleichsweise mickrig.
Auf der DVD waren diesmal viele Con-, Fan- und Kostüm-Impressionen, aber in keiner einzigen tauchen unsere Leute auf. Bei unserer SW-Truppe drücke ich noch mal ein Auge zu, gut möglich, dass uns nach der Show einfach keine Kamera gefilmt hat, wie wir alle in voller Montur herumgelaufen sind und oben vor der Bespin-Kulissen noch eine ausgedehnte Fotosession für uns selbst und den offiziellen Con-Fotografen hingelegt haben.
Aber Voldie und Co SIND definitiv groß und breit eingefangen worden und nirgendwo zu sehen außer in jener versteckten Szene, die niemand gefunden hat.
Stattdessen tauchen ständig dieselben Leute zwei, drei oder auch ein halbes Dutzend Mal auf, in verschiedenen Kostümen oder auch den gleichen Kostümen (sowohl bezogen auf dieses Convideo als auch Cons und Videos vieler Jahre davor) oder sogar in Zivil.
(Über den Punkt schreibe ich noch genauer, wenn ich irgendwann mal meinen Kostüm-Frust zusammenfasse, es ärgert mich wirklich.)
Zudem hat mir diese Con erneut gezeigt, dass mein Körper einfach nicht mehr mitspielt bei diesen Anstrengungen, auch wenn ich ihn mit ausreichend Schlaf, gutem und genügend Essen versorge und schone, indem ich die Parties und mitunter auch das ganze Con-Programm schwänze. Die monatelange Arbeit im Vorfeld und die Aufregung und der Stress während der Tage um die Con herum packe ich einfach nicht mehr. Obwohl es mir trotz der für mich verpatzten Stuntshow psychisch gut ging, lag ich Samstag nacht wie üblich mit Schmerzen im Bett. Ich muss einsehen, das funktioniert nicht mehr.
Was mir sehr negativ aufgefallen ist, sind einige andere “Star Wars”-Fans. Natürlich gab es auch nette.
Ich bin z.B. dem netten Sith namens Christian von der Episode I Premiere in Wuppertal wieder begegnet, er und sein Begleiter waren die gewesen, die Fotos mit Lord Voldemort haben wollten. (Später im Herbst traf ich ihn wieder auf Edwins Sci-Fi Feier. Als er meinte, er kennt mich irgendwoher, klärte ich ihn darüber auf, dass die Luminara Unduli, die vor ihm steht, Lord Voldemort, Shaak Ti und Königin Amidala ein und dieselbe Person sind.
)
Ich glaube, die Jungs und Mädels von der German Garrison, die bei unserer Show mitgemacht haben, waren auch ganz nett. – Glauben deshalb, weil ich selbst nicht mit ihnen gesprochen habe und das alles nur am Rande mitbekommen habe.
Aber einige haben mich mal wieder bestätigt in den Erfahrungen, die ich schon früher im SW-Fandom gemacht habe. Schon zu Ende der 90er, als ich noch mit Edwin ständig auf SW-Dinnern in Köln, Neuss und Comicbörsen im Ruhrgebiet herumtingelte, ist mir aufgefallen, dass viele SW-Fans extrem kostümfixiert sind. – An sich nichts Schlimmes, ich liebe bekanntlich Kostüme, und wenn auf Jedicons die Hälfte der Leute in Kostümen herumläuft, die dazu richtig gut sind, ist das erst einmal erfreulich.
Wenn man jedoch auf andere verächtlich herunterschaut, weil sie nur einen ollen Sith-Mantel made by Omi ihr Eigen nennen oder aus Geld-/Zeit-/Wissens-Mangel (noch) kein perfektes Kostüm aufweisen können oder gar eines aus den neuen SW-Filmen trägt, die ja sowieso nur Kinderkram sind, oder nicht genau die Physiologie des dargestellten Charakters haben – dann macht es mir auch keinen Spass mehr. Ehrlich, ich kann 120kg-Elben in Pannésamt auch nicht ernst nehmen oder hühnerbrüstige Klingonen, die kleiner sind als ich, ich mache mich über Badekappenborgs auch lustig. Aber so etwas habe ich nie gemacht, auch wenn gerade mir oft Arroganz in Kostümdingen (und auch generell) unterstellt wird. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und es gibt tatsächlich Leute, die ein Limit in Geld oder Zeit für solche Dinge haben.
Keiner der kostümierten SW-Fans hat uns angesprochen. Wenn uns jemand angesprochen hat, dann waren es ausschließlich “Zivilisten”, wie der junge Mann, der mir erzählte, wie toll er es findet, dass er mal eine Shaak Ti sieht. Die anderen Kostümierten und auch solche in zivil, die anhand von T-Shirts und Aufnähern Clubs zuzuordnen waren, haben uns nur aus der Entfernung beobachtet und miteinander geredet, z.B. als wir oben vor der Bespin-Kulisse Fotos von uns haben schießen lassen. Ein paar davon kannte ich sogar aus alten SW-Zeiten, obwohl ich nicht glaube, dass sie mich erkannt haben. Anhand meiner Erfahrungen von damals und ihrem Verhalten konnte ich mir ziemlich sicher sein, dass sie bestimmt nicht darüber geredet haben, wie toll sie uns fanden.
Mal ehrlich: Sicher gibt es Leute mit besseren Kostümen. Die meisten unserer Kostüme sind erstens unter ziemlichen Zeitdruck und zweitens mit nicht allzu großem Budget hergestellt worden und mussten drittens auch noch so gemacht sein, dass man sich darin noch bewegen kann. – Weshalb z.B. die Stuntleute alle Kampfsportschue mit Chaps darüber tragen und keine echten Stiefel. Das ist eben so bei einer Liveshow. Deshalb löste sich die Tunika unseres Obi-Wan auch unter der Belastung während der Show auf. Im Film hingegen sieht man nicht, wieviele Kostüme dabei drauf gingen und nach jedem Schnitt kann man alles wieder zurechtrücken und -schminken.
Und selbst Kostüme wie meines, für die Zeit und Geld da war und was nicht kampftauglich sein musste, hätte man besser machen können. Ich weiss das, ich kenne meine Fehler und Kompromisse besser als sonstwer.
Andererseits finde ich trotzdem: Wir konnten uns wirklich sehen lassen. Ich finde sogar, wir sahen verdammt cool aus.
Benny hat die Rollen gut verteilt. Besonders Darth Maul, Mace Windu, Anakin Skywalker, Agen Kolar und Obi-Wan passten hervorragend. Was aber noch wichtiger ist: Unsere Stuntleute können auch etwas.
Als wir Sonntag zwischen zwei Programmpunkten mittags die Stahlseile für den Wire-Action-Stunt von Maul von Bühne und Stahlträgern entfernten und einrollten, erzählte ich Benny, Erik und Jörg von meinen Beobachtungen. Zum Schluss meinte ich sinngemäß: Wisst ihr, warum sie sich so verhalten? Die sind neidisch. Sie wissen, sie können vielleicht ein besseres Kostüm machen, aber sie können nichts außer darin gut aussehen. Unser Darth Maul sieht nicht nur aus wie der im Film, er kann auch so kämpfen!
Und die drei grinsten sich eines.
02.09.2007, 22:08 Uhr
6977 Wörter
Kategorie(n) Fandom, Vertraulichkeit: 0
Tags conventions, familie, fedcon, fotos, freunde, harry potter, Kostüme, star wars, stuntshow, todesser, voldemort
Kommentare nicht (mehr) erlaubt
Trackbacks / Pings nicht erlaubt
drucken
Link per Mail versenden
Link per Twitter verschicken
Huhu Jessica
Also nur um dich mal zu beruhigen, ich lese alle deine Texte von vorne bis hinten – und langweilig oder so, wird mir dabei auch nicht.
Finde eure Kostüme echt prima und kann mir vorstellen wie sehr du dich geärgert hast, weil man dich kaum gesehen hat.
Ha ja, und ansonsten kann ich nur immer wieder sagen, Undank ist der Welten Lohn, so abgedroschen das klingt. Ich frag mich auch oft ob ich bescheuert bin meine Zeit für lau für andere Leute zu investieren, die es einem überhaupt nicht danken, ganz im Gegenteil, man muss sich dann teilweise auch noch blöd anreden lassen…
Liebe Grüße Tina
Kommentar 1
03.09.2007, 05:08 Uhr
Ja, das war eine Con gewesen, die wir Zeitmässig und Geldtechnisch nicht besuchen konnten
, wobei wir zu gerne die Stunt-Show gesehen hätten. Gibt es vielleicht eine Wiederholung auf der Jedi-Con nächstes Jahr ?? Die ist ja in Düsseldorf
Deine Kostüme sind echt Klasse geworden
das kann ich nicht oft genug sagen
Kommentar 2
03.09.2007, 09:06 Uhr
Es ist wirklich eine Schande, dass Dein tolles Shakti-Kostüm bei der Stuntshow nicht zur Geltung gekommen ist, weil der Beleuchter gepennt hat
Ich kann auch gut verstehen, dass sich Dein Bruder geärgert hat, weil sein Stunt nicht geklappt hat und finde es ein Armutszeugnis, dass die Conleitung euch nicht mal für euren Einsatz bei der Closing Ceremony gedankt hat. So einem blöden Konzern wie Karstadt wird artig als Sponsor gedankt, aber euer mit viel Blut, Schweiß und Tränen, Geld, Zeit und Mühe hingelegter Einsatz wird nicht gewürdigt. Nur weil ihr Fans seid und auch Spaß an der Sache habt, sollte man einen solchen Einsatz nicht einfach selbstverständlich nehmen.
Diese Easteregg-Geschichte mit der Voldemortszene finde ich auch bescheuert. Das kann doch keiner finden. Es ist irgendwie Dein Fluch, dass Du bei Deinen Auftritten im Dunkel stehen gelassen oder versteckt wirst.
Kommentar 3
04.09.2007, 18:17 Uhr
@alle: Danke für die Komplimente zu den Kostümen.
Ich finde es übrigens bemerkenswert, dass sich hierzu nur Leute melden, die nicht auf der Con waren.
@Tina: Da bin ich ja beruhigt, dass Du alles liest. Dann war die Schreiberei ja doch nicht umsonst.
@Angy: Nein, ich glaube nicht, dass die Show nochmal auf der Jedicon aufgeführt wird, zumindest nicht in dieser Form. Von den Leuten sind einfach viele nicht mehr verfügbar, z.B. Erik alias Anakin.
@Tharanis: Tja, das ist wohl mein Fluch.
Und eben einer der Gründe, weshalb ich diesen Aufwand nicht mehr betreiben werde.
- Nur eben für meinen geliebten Voldie und seine Schergen mache ich auch nächstes Jahr nochmal eine Ausnahme.
Wenn meine Bella mich fragt, kann ich nicht nein sagen.
Eben nur für Spass. Obwohl ich schon Lust hätte, damit am Kostümwettbewerb teilzunehmen, um dem Dunklen Lord die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die er verdient.
Kommentar 4
05.09.2007, 23:19 Uhr
Was hindert Dich daran, am Kostümwettbewerb teilzunehmen? Die Kostüme sind doch schon vorhanden und gemeinsam fällt euch bestimmt auch eine kleine Szene ein, die ihr aufführen könnt.
Also lasse dem Schwarzen Lord die Aufmerksamkeit zukommen, die er verdient
Kommentar 5
06.09.2007, 11:20 Uhr
Ich fürchte, die anderen sind nicht so bühnengeil wie ich und alleine macht es nicht so viel Spass, da kann man kaum etwas machen.
Außerdem ist da vielleicht noch etwas anderes als Jury-Pause geplant, zu dem ich eigentlich schon ja gesagt habe.
Aber ich würde schon wirklich gerne…
Ich habe auch schon gute Ideen für meine treue Nagini…
Kommentar 6
06.09.2007, 16:23 Uhr
Hallöchen, du hast sogar einen Kind erschreckt mit deinem kostum?:)) ich dachte, unsere liebe kleine Monster sind abgehärtet durch zahlreiche Videos und Horrorfilme:))
Kommentar 7
06.09.2007, 19:08 Uhr
Zur Not gibts halt ein Duett mit Vader…
Kommentar 8
07.09.2007, 14:59 Uhr
Ich hoffe, Du kannst die anderen überreden, doch mitzumachen. Oder Du trittst in der Zwischenshow als Voldie auf. Ich glaube, der Schwarze Lord wird sehr böse, wenn er nicht gebührend gewürdigt wird. Ein Duett mit dem anderen Schwarzen Lord Vader wäre doch was
Kommentar 9
07.09.2007, 17:04 Uhr
Erstmal zur Einstimmung zwei voll fies gemeine nitpickerische Meckereien: Gigi Edgleys Rolle in Farscape heisst Chiana, nicht Chiara (hat nix mit der ollen Chiara Ohoven zu tun
) und Eure Asajj Ventress sah nicht aus wie Asajj Ventress sondern Aurra Sing. So. Kritik Ende, Lob Anfang:
Seit Shaak-Ti bist Du meine Kostüm-Göttin, ich glaub, seitdem bist Du endgültig von “hui, die macht schon echt krasse Kostüme, respekt” zu “BOAH! HAM-MER!” aufgestiegen. Ich meine, ne SHAAK-TI! Wenn ich mich recht erinnere (was nicht immer der Fall ist, siehe meine doppelte Buffy-Euphorie letztens), war ich auch einer der ersten, der die Panne bei der Show im stboard mit tiefstem Verständnis mit beklagt hat (nicht nachlesen jetzt! Ich blamier mich wieder!). Ne SHAAK-TI, mensch! Da muss man doch Licht drauf machen, verdammich! Bin eigentlich gar nicht so der übermässige Star Wars Fan, mag aber die verschiedenen Comic-Reihen sehr und fand die gute Togruta-Dame rein optisch eins der coolsten Alien-Designs ever.
Deinen Voldie hab ich leider komplett verpasst, bin halt doch irgendwo der “Main-bridge-Hocker” und verpasse viel vom Geschehen auf und in den Gängen (was in Fulda ja auch noch leichter war, war ja alles mehr verteilt da). Ganz ehrlich, ich als totaler Kostüm-Laie und -Muffel (das einzige, was ich mir je für mich vorstellen könnte, wäre eine Peacekeeper-Offiziers-Uniform aus Farscape oder direkt ein völlig illusorischer Doctor Who’sher Cyberman der neuesten Generation), habe den allergrößten Respekt und Bewunderung für das, was Du da jedes Jahr auffährst. Sehr ärgerlich, wenn da was schiefgeht und man nicht wirklich gewürdigt wird. Durch Deine Kosh-Beiträge hat man auch mal gesehen, was da für Arbeit drinsteckt, das kriegt man so als Otto-Normal-Conler ja gar nicht so mit, da man nur das Endprodukt bestaunt.
Gesundheit und Freude daran gehen natürlich vor, aber mir würde ohne eine obergenialst kostümierte Jessica (und wenn’s recyclet ist) echt was fehlen auf der Con. Lob Ende.
P.S.: Wenn ich so weitermache, breche ich Deinen Anti-Rekord der FedCon-Berichte-Verzögerung aber. Hab grade mal 2 von 5 Tagen der diesjährigen Con online….
Kommentar 10
09.09.2007, 20:36 Uhr
May
Also das mit dem Con-Video ging mir genauso. Ich überflog alles, was mit Fans und Kostümen zu tun hatte und war enttäuscht.
Wenn du nicht ein Wort drüber verloren hättest, wäre ich nie auf die Idee gekommen, nach einem Easteregg zu suchen.
Das mit deinem Auftritt fand ich auch enttäuschend, ich sah dich noch dein Schwert zurechtlegen und wußte, da du für mich nach links verschwandest, wo ich dich zu erwarten hatte. Nur von meiner Sitzposition, die waren ja leider per Nummer fest vergeben, hab ich dich garnicht mehr entdeckt, dank des nicht vorhandenen Lichtes.
Eine Anekdote hab ich noch: Als ihr mich zuerst für Voldi anziehen wolltet und ich in dunkler Kleidung mit “beigen” bequemen Autofahrerschuhen da stand. Ich Dussel musste ja dann nochmal 40 Min. hin und zurück zu meinem Pensionszimmer, weil ich die extra eingepackten dunklen Schuhe dort stehen gelassen hatte.
An Batch: Wenn du unbedingt mal ein Kostüm ausprobieren willst, nach den Vorhaben und Strickaktionen von Michas Mami, gibt es ja mind. einen Hogwarts-Schüler mehr und einen Deatheater weniger. Ich bin ja auch Nutznieser von Jessicas Kostümergüssen, wenn ich den Deatheater-Umhang in Empfang nehme.
Frag sie doch mal.
Jessica, du hast mich übrigens nie gefragt, ob ich mit dir auftreten würde. Einen Hinderungsgrund gäbe es vielleicht, ich entscheide mich nächstes Jahr wahrscheinlich ziemlich spät auf die Fedcon zu gehen, ich schau mir erst mal die Gästeliste an.
Kommentar 11
10.09.2007, 23:09 Uhr
@Wolfgang: So in etwa, nur mit Gesang?
@Tharanis: Das hängt vermutlich auch von Wolfgangs Plänen ab.
@batch: Wie konnte ich die beiden nur verwechseln, Chiana hat eindeutig die schöneren Lippen.
Zählt als Entschuldigung, dass ich kein “Farscape” gucke?
Mag sein, dass Steffi für Dich eher nach Aurra Sing aussah, aber sie sollte trotzdem Asajj Ventress sein.
Macht ja auch keinen Sinn sonst, denn Sing ist kein Sith. Von den Klamotten kommt es ja auch hin. Wie gesagt, man muss bei uns generell bedenken, dass wir nur ein begrenztes Budget und Möglichkeiten hatten. Die Haare sind der Knackpunkt, aber man verzeihe uns da, dass wir der armen Steffi nicht den Schädel rasiert haben.
Reicht ja schon, dass Ben und Manu danach Glatze trugen und Jörg monatelang einen Bart (siehe Fotos). Bei Steffis langen Haaren erschien uns das etwas zu brutal, deshalb bekam sie halt einen Zopf und der Rest wurde mit Haarfarbe weiss angesprüht.
“Boah Hammer” und “Kostüm-Göttin” hört man gerne.
Zum Kostüm-Frust und dem Ruhestand komme ich noch. Zumindest die nächste FedCon ist diesbezüglich schon mal gerettet, wir haben schon wieder Pläne.
Allerdings in der Tat zu einem großen Teil recycelt. Aber dazu komme ich auch noch, hier geht nichts verloren.
BTW: Ha! War schneller als Du mit meinem diesjähren FedCon-Bericht.
Ist mir nicht entgangen, dass Du hinterherhinkst mit den restlichen Teilen des Conberichtes.
@May: Das mit den Schuhe nenne ich mal Einsatz.
Der Dunkle Lord ist stolz auf Dich!
Zu Weihnachten bekommst Du einen eigenen Muggle zum Malträtieren.
Nein, ich habe Dich (und Micha) nicht gefragt bisher. Mit “die anderen” sind bislang auch die anderen HP-Cosplay-Freaks meiner Ex-LARP-Gruppe gemeint, die mich gefragt haben, ob ich als Voldie bei der Gruppe dabei bin. Sie sind diverse Hogwarts-Professoren, Mitglieder des Orden des Phönix und namentlich bekannte Todesser. – Man braucht schließlich nicht nur willige Lakaien, sondern auch Feinde, um es spannend zu gestalten. Außerdem Ideen: Ich bin eigentlich nicht der Show-Typ, mir fällt nie etwas Gutes ein. Daher sieht es ohne diese Herrschaften halt schlecht aus.
Meine überzähligen Todesser-Kutten (3 bis 5 schwarze Kutten oder Capes habe ich übrig) und -Masken (ungefähr 6) nehme ich ohnehin mit, da kann sich gerne anschließen, wer will!
Kommentar 12
12.09.2007, 22:43 Uhr