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Ich musste mir eine neue Tastatur kaufen. Schon wieder.
Nach über 2 Wochen intensiven Übens musste ich eingestehen, dass ich mit der neuen nicht zurecht kam.
Ich hatte sie gekauft, weil sie so schön kompakt, flach, futuristisch und günstig war. Aber das mit dem Kompakten war dann selbst für meinen Geschmack übertrieben.
Sie hatte einen separaten Nummernblock, aber alle andere Tasten waren in einem großen Feld angeordnet, was dazu führte, dass einige Tasten woanders waren, als ich es gewohnt bin, und manche sehr klein.
Die Space-Taste war nur halb so lang wie üblich, die Backspace-Taste war da, wo normalerweise die accents sitzen, weshalb ich mich beim blinden Schreiben von Worten wie “déjà” gewundert habe, warum da nachher nur noch “ea”stand, ich hatte immer Probleme, die ebenfalls verkleinerten Shift-Tasten zu treffen, statt Alt Gr zum Einfügen von @-Zeichen habe ich immer die Kontextmenü-Taste getroffen und mich maßlos geärgert, wenn ich so brutal aus dem Schreibfluss gerissen wurde, aber vor allem waren die spitzen Klammern ganz woanders und ich musste sie jedes Mal mühsam suchen, dabei brauche ich sie sowohl im Büro als auch zu hause ständig als jemand, der Webseiten macht und Texte für’s Web schreibt.
Wäre dies meine einzige Tastatur, hätte ich mich wahrscheinlich daran gewöhnen können, aber im Büro habe ich eine Tastatur mit der deutschen Standard-Anordnung und normal großen Tasten.
Als ich sie gekauft habe, ist mir das nicht aufgefallen bzw. ich dachte nicht, dass das ein Problem werden könnte. Dabei habe ich schon eine Stunde gebraucht, um mich in zwei Läden endlich für eine zu entscheiden…
Es hätte geholfen, wenn die mal alle Teile ausgepackt da stehen hätten, damit man mal Tippen üben kann, aber nope. Wenn man nicht so viel textet wie ich oder mit Zwei-Finger-Suchsystem arbeitet und dabei nicht noch reinlich und lärmempfindlich und einseitige Belastungen vermeiden muss, hat man vermutlich keine hohen Ansprüche an eine Tastatur.
Diesmal habe ich wieder eine genommen, die mit 22,95 € zu den günstigsten gehörte, schwarz, flach, mit flachen Tasten und weichem, leisen Tastaturanschlag – wieder eine ergonomische von Microsoft. Ein Hoch auf Qualitätsware aus Redmond!
(Sage ich als überzeugter Internet-Explorer-Hasser.) Ihre einzigen Nachteile sind bisher, dass sie nur über USB anzuschließen ist (ich habe irgendwas über 10 Geräte und 7 Anschlüsse) und dass man auf ihr jeden kleinen Fettfleck sieht. Nicht, dass ich da mit ungewaschenen Fingern drauf herumpatsche, nachdem ich einen (vegetarischen) Burger verdrückt habe, aber das hinterlässt selbst bei frisch gewaschenen Fingern Spuren wie auf poliertem Stahl.
Ich wollte ja eigentlich keine ergonomische mehr aus Platzgründen haben, aber die war von den Testbaren die beste und preiswerteste.
- Unglaublich, als ich meine erste ergonomische Tastatur von Microsoft gekauft habe, kostete die 120 DM und war ein Riesenknochen, sehr hoch und breit und mit buckeligen, nicht gerade leisen Tasten.
Und wo ich schon dabei war, habe ich mir im Büro auch eine neue organisiert.
Meine alte Tastatur – ein popeliges Teil in computergrau – war schon da, als ich kam, und das sind immerhin auch schon 7 Jahre. Ich habe inzwischen den 3. Rechner, aber immer noch dieselbe Tastatur.
Ich sehe zwar zu, dass ich das Ding nicht vollkrümele, wenn ich etwas am Schreibtisch esse – was mindestens täglich vorkommt, allein schon weil unsere Kantine der Graus ist, insbesondere für Vegetarier, und ich schon vor einiger Zeit auf Butterbrote umgestiegen bin. Und ich reinige meine Schreibtisch auch regelmäßig mit einem von diesen neumodischen Staubwischern und Sagrotan-Tüchern – wir haben leider keine Telefondesinfizierer, und die Putzfrauen dürfen die Schreibtische plus Geräten nicht saubermachen.
Aber man kann sich ausmalen, dass so ein Teil unter diesen Umständen und bei der täglichen intensiven Benutzung irgendwann nicht mehr ganz so lecker aussieht und nur noch suboptimal funktioniert.
Als ich mal ganz viel Zeit hatte – zwischen den beiden Klinikaufenthalten Ende 2005, wo ich nur im Büro war, um das Organisatorische zu regeln und sonst nichts zu tun hatte – habe ich das Ding Taste für Taste auseinandergenommen und saubergemacht.
Nochmal würde ich das nicht machen. Es ist für alle Beteiligten günstiger, sich irgendwann eine neue zu holen, statt für die Reinigung teure Arbeitszeit zu verpulvern.
Jetzt habe ich eine schöne flache in schwarz und silber von Logitech mit flachen Tasten.
Der Tastaturanschlag ist so herrlich leise und weich, wunderbar.
Vielleicht trägt das auch dazu bei, dass ich abends nicht mehr so starke Ausfallerscheinungen habe, weil die Handgelenke nicht mehr so abgeknickt liegen. Dafür gibt es zwar Gelkissen, für die Maus habe ich sowohl zu hause als auch im Büro eins, aber auch das ist nach einer Weile nicht sehr angenehm, weil ich irgendwann immer das Gefühl bekomme, das Aufliegen quetscht mir die Blutzufuhr der rechten Handschlagader ziemlich ab.
Und dabei sind die ganzen Computer-Arbeit-bedingten Störungen nicht mal bei IT-Menschen als Berufskrankheit anerkannt, habe ich mir sagen lassen…
Jetzt hoffe ich nur, dass die Tastatur der Kollegin schnellstmöglich kaputt geht, damit sie sich das gleiche Teil holen muss. Denn es nützt nicht allzu viel, wenn die eigene Tastatur schön leise ist, gegenüber aber jemand sitzt, der in Maschinenschreib-Tempo ständig auf einem lauten Klapper-Teil herumhackt…
Id 325
31.08.2007
00:23 Uhr
840 Wörter
Kategorie(n) IT, Vertraulichkeit: 0
Tags Blog, computer, job
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Ingo
Hi Jessica,na bin ich aber froh das ich mir das Leuchtteil doch nicht geholt habe.Wenn du als Expertin schon nicht damit zurecht kommst,dann bin als Computerlegasteniker wahrscheinlich total überfordert mit dem Teil.
Ich habe übrigens letzte Woche den Suchauftrag für deine Couch weitergeleitet.Hast du irgendwelche speziellen Wünsche(Desigen,Farbe,Preis)?
So denn live mal wieder long and prosper,lieben Gruß Ingo
Kommentar 1
31.08.2007
16:33 Uhr
voxel
Moin!
Was haeltst Du von dieser Tastatur?
http://www.daskeyboard.com/
Hier bekommt man es in D:
http://www.getdigital.de/index/0×119
Fuer Geeks & Nerds ist das doch das perfekte Teil.
Kommentar 2
31.08.2007
16:34 Uhr
voxel
Nochmal Moin!
Einen netten Cartoon zum Thema “unleckere Tastatur” habe ich uebrigens auch gefunden:
Kommentar 3
31.08.2007
18:01 Uhr
Ich habe ja auch ein wenig auf Deiner kompakten Tastatur herumgeklimpert als ich bei Dir war, und ich wäre auch nie mit dem Ding zu recht gekommen. Besonders wenn man blind tippt, ist die wahrscheinlich zu groß, dass man die falsche Taste erwischt.
Die neue Schwarze sieht auch sehr schick aus und die Finger können bequem über die Tasten huschen.
Macht Ihr Euch im Büro Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenke? Dann wäre eine neue Tatstatur für Deine Kolleging ja ein völlig uneigennütziges Geschenk
Ich habe auch noch eine ziemlich alte, mausgraue Tastatur, ist glaube ich meine zweite. Aber so lange sie noch gute Dienste tut, werde ich sie nicht austauschen, denn das Geld ist knapp *seufz*.
Kommentar 4
31.08.2007
19:05 Uhr
@Ingo: Meine Couch-Kriterien stehen alle hier.
@voxel: Erstens:
Wie geil ist das denn!? Aber ich fürchte, ich bin noch nicht Geek genug, ich bevorzuge Tasten mit Beschriftung.
Zweites: Bäh!
Genau DAS meinte ich mit unleckerer Tastatur.
Aber inzwischen ist ja bekannt, dass die Dinger der wohl siffigste Ort im ganzen Haushalt sind.
@Tharanis: Nein, wir wichteln nicht. Und wenn, brächte das sowieso nichts, an die PCs darf nur Hard- und Software, die vom Haus inspiziert, genehmigt und installiert wurde. Wir wollen ja nicht so enden wie die Bundesregierung.
Da würde nur ein Akt gezielter Sabotage helfen. So weit weg steht das Wasserglas nicht daneben…
WILLST Du denn eine neue Tastatur? Weihnachten kommt bestimmt.
Nachdem ich Deinen Schreibdrang schon mit USB-Sticks gefördert habe, wäre eine Tastatur nur der nächste logische Schritt.
Die Tastatur im Büro gefällt mir fast noch besser als meine eigene, aber die gab es leider nicht im Laden. Ich weiss auch nicht, was sie kostet, vielleicht ist sie auch außerhalb des geplanten Budgets. Obwohl ich das nicht glaube, sie hat ja nichts besonderes.
Ich bin froh, dass nur die Tastatur der Fehlkauf war. Der TFT-Monitor ist spitze, das bereue ich wirklich nicht.
Wenn ich mir vorstelle, ich würde noch vor dem dusteren, verschwommenen, klobigen Röhrenmonitor sitzen… Nä!
Kommentar 5
31.08.2007
21:19 Uhr
Wenn ich mal plötzlich steinreich aufwachen sollte, würde ich mir wahrscheinlich so was zulegen:
Kommentar 6
01.09.2007
00:55 Uhr
Zugegeben, Deine neue Schwarze ist sehr schick, aber meine alte graue Tastatur leistet noch gute Dienste, da möchte ich zu Weihnachten lieber venusischen Luxus haben wie beispielsweise Lush Badekugeln .
Kommentar 7
02.09.2007
09:39 Uhr
trekbaby
Du hast vollkommen Recht, Tharanis, für Lush kann man ruhig noch weiter auf der alten Tastatur herumwuseln, zumal sie noch funktioniert
Ich kann dich sehr gut verstehen
Kommentar 8
02.09.2007
11:41 Uhr
Kommentar 9
02.09.2007
18:55 Uhr
May
Wie geil ist das denn, ihr dürft euch eine Tastatur im Büro aussuchen? Bzw. eine neue holen – ich träume davon.
Bei uns müssen wir die nehmen, die einem vorgesetzt wird. Und eine neue gibt es nur, wenn die alte hin ist.
Naja, vielleicht gibt es ja – irgendwann – eine neue, wenn sie alle austauschen. Immerhin wurden ja die Monitore in Flachbildschirme umgewandelt und jetzt wurde im Zuge auf XP-Umstellung uns auch neue Rechner spendiert. Lag wahrscheinlich daran, dass wir die ersten waren und die nächsten Referate bekommen unsere alten, neu aufgespielten Rechner.
Tharanis: Zuhause hab ich auch noch ‘ne graue – ich seh’s wie du
Kommentar 10
02.09.2007
23:34 Uhr
Nee, aussuchen dürfen wir die nicht, wir müssen nehmen, was da ist. Das Logitech-Teil ist halt der aktuelle Standard bei uns. Und eigentlich gibt es auch bei uns nur neue Tastaturen, wenn die alte kaputt ist, die man natürlich mitbringen muss. Tendenziell ist man da recht geizig, das Land ist bekanntlich pleite.
Die in der IT-Austattung fragten natürlich auch, ob das gute Stück kaputt sei, und ich sagte, dass die halt nicht mehr so doll und versifft ist trotz pfleglicher Behandlung und eben schon da war, als ich vor 7 Jahren kam. Ich denke mal, letzteres hätte jeden überzeugt.
Hätten die sich angestellt, hätte ich meinen Chef darauf angesprochen. Wie gesagt, die Reinigung durch den Benutzer kostet die Behörde mehr an Personalkosten als die Materialkosten für eine neue Tastatur.
In 7 Jahren sollte das doch bei einem IT-Arbeitsplatz drin sein. Kann ja auch nicht sein, dass ich dafür bestraft werde, dass ich noch nie ein Glas Wasser darüber gekippt habe. (Was mir zu hause immerhin schon zwei Tastaturen ruiniert hat.)
Und da mein Chef neulich noch meinte, wenn mich lautes Tastatur-Klappern (mein eigenes oder sogar fremdes) so sehr stört, solle ich in der Ausstattung halt einfach eine neue leisere besorgen, habe ich da auch kein schlechtes Gewissen.
- Obwohl ich bezweifle, dass ich selbst mit dem Argument durchgekommen wäre. Als wir uns während der Kernsanierung des Gebäudes dauernd bei der Hausverwaltung beschwert haben, weil man über uns stundenlang mit Presslufthämmern zu Gange war und man sich nicht mehr unterhalten, telefonieren oder konzentriert arbeiten konnte, hat man uns schließlich mit einem Grinsen Ohropax in die Hand gedrückt. Kein Scherz!
Wie gesagt, sowohl die neue zu hause als auch im Büro sind ihr Geld wirklich wert. Gerade ich als Vielschreiber möchte die wirklich nicht mehr missen, da gibt es wirklich überflüssigere Investitionen als gute Tastaturen. (Nein, Lush zähle ich nicht dazu.
)
Kommentar 11
02.09.2007
23:50 Uhr
Ich benutze:
http://www.entaonline.co.uk/prodimg/kb2971black-usb.jpg
Jedem das seine. Ich mag eben klassisches layout
Kommentar 12
05.09.2007
04:49 Uhr
Das schaffst echt nur du, Schönheit.
Wenn du deine Zeit in Geld rechnen würdest – was du nicht tust, ich weiß -, wieviel hättest du dann jetzt in eine *Tastatur* investiert?
*maleinwenigwindauffrischenlassen*
Liebe Grüße
midge
Kommentar 13
09.09.2007
21:58 Uhr