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Todesser

Dark MarkEigentlich wollte ich mich zunächst meinem großen allgemeinen was-ich-an-Harry-Potter-so-sehr-liebe-Eintrag widmen, aber aus Gründen der Aktualität ziehe ich dieses Spezial-Thema vor. Das Gesamtwerk würdigen kann ich noch später, jetzt möchte mich lieber über die Schurken auslassen, so lange ich mich noch der Illusion hingeben kann, dass wir sie am Ende nicht alle getötet, gefangen oder in alle Winde zerstreut werden. :heulheul:

Achtung, dieser Artikel mit seinen Spekulationen und Details ist nur etwas für Hardcore-Fans. ;)

Der eine oder andere fragt sich jetzt vielleicht, warum ich mir über so etwas überhaupt Gedanken mache:

  1. Ich mache mir grundsätzlich über alles und jeden (viel zu) viele Gedanken. :gruebel:
  2. Ich bin ein Hardcore-Fan, die tun so was. :]
  3. Ich habe mit anderen Hardcore-Fans darüber diskutiert und musste deswegen schon Argumente sammeln. :ja:
  4. Bevor ich mir irgendjemands Dienstkleidung überstreife, denke ich natürlich darüber nach, wem ich mich da überhaupt angeschlossen habe und wieso. ]:-]

Nachdem das geklärt wäre, für die Nicht-HP-Fans unter Euch (die das hier vermutlich gar nicht lesen, aber egal) und der Vollständigkeit halber:

Definition Death Eater / Todesser

Das empfehlenswerte Harry-Potter-Wiki definiert Todesser wie folgt:

Die Anhänger von Lord Voldemort werden Todesser (im Original: Death Eaters) genannt und kämpfen für den Sieg der schwarzen Magie.
Diese rassistischen Hexen und Zauberer haben keine Skrupel, die Unverzeihlichen Flüche anzuwenden und u.a. für Folterungen oder Tötungen zu nutzen. Sie sehen sich selbst als den schwarzen Orden. Die meisten von ihnen sind ehemalige Slytherin-Schüler.

Am linken Unterarm aller Todesser befindet sich ein Mal, das wie eine blasse Tätowierung aussieht. Mit diesem Proteus-verzauberten Brandmal kann Voldemort die Todesser zusammenrufen. Nach einem Druck mit seinem Finger auf eines dieser Male spüren alle Todesser Voldemorts Ruf: Auch ihr Mal wandelt sich in ein schmerzhaftes, brennendes dunkles Mal. Die Todesser apparieren daraufhin unverzüglich maskiert und mit Kapuzen verhüllt zu ihrem Meister. Sie begrüßen ihn auf Knien rutschend und den Saum seines Umhangs küssend. (HP IV/33)

Alle Todesser müssen Voldemort lebenslange Treue schwören, die er auch gnadenlos einfordert. Um seine Anhänger zu disziplinieren wendet Voldemort u.a. hemmungslos den Cruciatus-Fluch an. Nur selten belohnt er seine Helfer. Aussteiger gibt es nicht – sie werden im Normalfall hingerichtet.
Auch Todesser wagen es nicht, ihren Meister bei seinem Namen zu nennen, sondern betiteln ihn Dunkler Lord (im Original: Dark Lord).

Gejagt werden Todesser durch die Auroren der Aurorenzentrale des Zaubereiministeriums. Der Orden des Phönix leistet mit oder ohne ministerielle Billigung Widerstand gegen Voldemort und seine Todesser.

Note to myself: Wenn ich das nächste Mal den Voldie gebe, muss ich unbedingt auf den Part mit dem Füße küssen bestehen. ]:-] Ich war viel zu nett, im Nachhinein betrachtet. Ich habe nicht einen meiner unwürdigen Schergen erniedrigt und keinen einzigen wertlosen Muggle getötet.

Falls sich wie ich jemand schon gefragt hat, woher eigentlich die Bezeichnung stammt, auf Eulenfeder.de habe ich eine ebenso aufschlussreiche wie amüsante Erklärung gefunden, auf die ich selbst nicht gekommen bin, zumal die Bedeutung in der deutschen Übersetzung leider völlig verloren geht:

“Todesser” heißen sie, die bösen Anhänger Lord Voldemorts. Aber wieso – verspeisen sie “Tod” zum Nachtisch, so wie andere Schokoladenpudding? Nein: Dieser Name spielt auf ähnliche englische Zusammensetzungen an, die die Death Eaters ganz treffend beschreiben.

Zum einen sind das die “Beefeaters” (Fleischesser): So heißen die Leibgardisten, die früher den englischen König beschützten und bedienten. Wegen dieser wichtigen Aufgabe bekamen sie öfter Fleisch zu essen als der Rest des Volkes. “Eater” bedeutet ursprünglich einfach dasselbe wie “servant”, also “Diener”: Ein Mensch, der vom Brot seines Herrn lebt. So eine Truppe von Essern, die sich durchfüttern lassen, sind unsere Death Eaters.

Außerdem gibt es noch das englische Wort “toadeater”, wörtlich “Krötenesser”. Man kann es als “Speichellecker, Schleimer, A…kriecher” übersetzen, das trifft den Charakter von Voldemorts Genossen ja ebenfalls sehr genau. Und warum schließlich “Death”? Weil sie sich einfach gern am Leid und Tod anderer Menschen weiden und es genießen, andere zu quälen und zu töten.

Klingt doch sympathisch, nicht?

Motivation

Bleibt die Frage, warum man sich so einem Haufen anschließt. – Ich meine abgesehen von der Tatsache, dass die Klamotten schön gruftig aussehen und ein geschmeidiges “sectumsempra” irgendwie viel cooler klingt als ein lächerliches “expelliarmus”.

Als ich letztes Jahr die ersten Death Eater-Kostüme und auch Voldemort gemacht habe, habe ich nicht groß darüber nachgedacht. Für einen Hogwarts-Schüler fühlte ich mich zu alt, für einen Lehrer zu jung, aber die Bösen nehmen dankbar jeden, außerdem waren die Kostüme am einfachsten zu machen und bequem. (Naja, außer Voldies Maske.) Schwarz und böse nehme ich außerdem besonders gerne, wie man hier sehen kann. ;)

Als ich die Bücher zum ersten Mal gelesen habe, dachte ich noch: Wie kann man sich so einem Kerl nur anschließen? Der hat nun wirklich gar nichts Nettes an sich und es springt nicht einmal das Geringste dabei heraus außer Ärger. :?
(Um es vorweg zu nehmen: Mittlerweile trage ich die Gewandung aus Überzeugung… D.h. würde sie tragen, wenn ich mehr Gelegenheiten dazu hätte. :,( )

Ich stelle mir gerade vor, wie eine Stellenanzeige für Death Eater wohl aussehen müsste:

Der Dunkle Lord braucht SIE!

Unsere traditionsreiche Organisation zur Verbreitung von Tod, Terror und Schwarzer Magie sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt

Todesser (m/w)

Sie…

  • sind von reinem Blut
  • sind 16 bis 100 Jahre alt
  • sind diskret
  • machen niemals Fehler
  • sind lernfähig und begierig, Ihr Wissen um die Dunklen Künste ständig auch mit unkonventionellen Methoden zu erweitern
  • beherrschen die Unverzeihlichen Flüche im Schlaf
  • haben Freude am Foltern und Töten von Mugglen, Mudbloods, Squibs und anderem lästigen Gesocks
  • haben keine Scheu im Umgang mit Dementoren, Riesen, Trollen, Inferi, Werwölfen, Vampiren und anderen Kreaturen der Hölle
  • sind bereit jederzeit Überstunden, Nacht- und Wochenendsarbeit zu leisten
  • stehen voll hinter unserer Organisation und stellen Ihre Ziele und Führungspersönlichkeiten unter keinen Umständen in Frage
  • sind ohne zu zögern bereit, Ihr Leben und das Ihrer Nächsten für jeden noch so zweifelhaften Zweck opfern
  • melden gewissenhaft jedes verdächtige Verhalten Ihrer Kollegen umgehend an die Leitung
  • sind kritikfähig und lassen sich freudig von Ihrem Vorgesetzten erniedrigen und quälen
  • sprechen idealerweise fließend Parselmund.

Wir bieten Ihnen dafür…

  • eine herausfordernde und spannende Tätigkeit an wechselnden interessanten Orten
  • umfangreiche Fortbildungen in den Dunklen Künsten beim ungeschlagenen Meister seines Faches
  • ansprechende Dienstkleidung, um die Sie jeder Goth beneiden wird
  • ein ästhetisches Tattoo gratis
  • ein branchenübliches Gehalt von 0 Galleonen, 0 Sickel und 0 Knuts
  • 24 Arbeitstunden pro Tag, 7 Arbeitstage pro Woche, 0 Urlaubstage pro Jahr
  • keine Krankenversicherung (Sie benötigen diese bei uns nicht, wir lassen unsere Mitglieder nicht lebend zurück.)
  • keinerlei Aufstiegsmöglichkeiten
  • große Chancen auf einen vorzeitigen und schmerzvollen Tod durch die Hand Ihrer Feinde oder des launischen Vorgesetzten.

Senden Sie Ihre unauffällige Eule mit aussagekräftiger Bewerbung inklusive eines lückenlosen Familienstammbaumes und einer lebenslangen Verplichtungserklärung unterschrieben mit Ihrem eigenen Blut bitte an:

Mr. Tom M. Riddle, Irgendwo, England.

Da die Quote weiblicher Angestellter bei uns leider hinter der gesetzlichen Forderung zur Gleichbehandlung von Hexen und Zauberern zurückbleibt, werden Bewerbungen von Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt behandelt.

:traenenlach:

Nein, so wirklich ausgewogen ist das Verhältnis, von dem was man investiert, und dem, was dabei herausspringt, wirklich nicht. Zuckerbrot und Peitsche nennt man das wohl… – Ok, in diesem Fall nur Peitsche. ;)

Voldemort verspricht zwar mehrfach eine Belohnung für treue Dienste (will be rewarded beyond their dreams / above all others), aber wie das letzten Endes aussieht oder ob er das Versprechen auch hält, bleibt in allen Fällen unklar. – Zum Teil vermutlich auch, weil die Betreffenden in seinem Dienst schon vorher den Weg alles Irdischen gehen. Der Rest beschwert sich nicht, denn Kritik hört der Chef gar nicht gerne. Wenn man Lestrange heisst, gibt man sich vermutlich auch schon zufrieden, wenn man ab und zu einen Muggle zum Foltern bekommt und zu seinen Füßen sitzen darf.

Dumbledore:

‘He shows just as little mercy to his follower as his enemies.’

[ “Harry Potter and the Philosopher's Stone”]

Dummerweise reicht es leider auch nicht, alle Verhaltensregeln zu befolgen. Selbst wenn man keinerlei Skrupel und Scham kennt, Irren ist menschlich. Irren ist sogar irrelevant. Voldemort hat kein Problem damit, seine Anhänger zu töten oder foltern, einfach nur weil eine Operation missglückt ist. Es interessiert ihn nicht, ob derjenige tatsächlich schuld war oder das Unterfangen gar unmöglich.
(Ich könnte jetzt eine Menge mehr dazu schreiben, aber das vertage ich bis zur großen Voldemort-Charakterstudie.)
Wer so mit seinen Untergebenen umgeht, darf sich eigentlich nicht wundern, dass sie insgeheim aufatmen, wenn sie ihn los sind. Er muss wirklich dringend an seinem Führungsstil arbeiten. :P

Theorien

Ein paar Erklärungsansätze für die Motivation seiner Schergen finden sich schon in den Büchern:

Hagrid:

‘This wizard, about twenty years ago now, started lookin’ for followers. Got ‘em, too – some were afraid, some just wanted a bit o’ his power, ’cause the was gettin’ himself power, all right. Dark days, Harry. Didn’t know who ter trust, didn’t dare get friendly with strange wizards or witches… Terrible things happened. He was takin’ over. ‘Course, some stood up to him – an’ he killed ‘em. […]
No one ever lived after he decided to kill ‘em, no one except you, an’ he’ killed some of the best witches an’ wizards of the age.’

["Harry Potter and the Philosopher’s Stone"]

Dumbledore:

‘As he moved up the school, he gathered about him a group of dedicated friends; I call them that, for want of a better term, although as I have already indicated, Riddle undoubtedly felt no affection for any of them.

This group had a kind of dark glamour within the castle. They were a motley collection; a mixture of the weak seeking protection, the ambitious seeking some shared glory, and the thuggish, gravitating cruelty. In other words, they were the forerunners of the Death Eaters, and indeed some of them became the first Death Eaters after leaving Hogwarts.

Rigidly controlled by Riddle, they were never detected in open wrong-doing, although their seven years at Hogwarts were marked by a number of nasty incidents to which they were never satisfactorily linked, the most serious of which was, of course, the opening of the Chamber of Secrets, which resulted in the death of a girl.’

["Harry Potter and the Half-Blood Prince"]

Dumbledore:

‘Harry, despite your privileged insight into Voldemort’s world (which incidental, is a gift any Death Eater would kill to have), you have never been seduced by the Dark Arts, never, even for a second, shown the slightest desire to become one of Voldemort’s followers.’

["Harry Potter and the Half-Blood Prince"]

Dröseln wir das einmal auseinander. Ich denke, Lord Voldemorts Anhänger setzen sich aus folgenden Persönlichkeitstypen zusammen:

Die Ängstlichen:

Auf den ersten Blick die plausibelste Erklärung: Man schließt sich Voldemort aus Angst an – er könnte schließlich gewinnen, und die Auswirkungen seiner Bestrebungen zur Ergreifung der Macht sind bei beiden Malen deutlich spürbar. Leute verschwinden, werden getötet, man kann nach Anbruch der Dunkelheit nicht mehr das Haus verlassen und keinem Fremden mehr trauen.
(Die Familien-Uhr der Weasleys, die anzeigt, wo sich jedes Mitglied gerade befindet, ist dabei ein witziges Detail: Die Personen-Zeiger der Uhr stehen seit Voldemorts Auferstehung allesamt nur noch auf “tödliche Gefahr”.)

Andererseits ist das gerade das Argument, was ich gar nicht nachvollziehen kann. Wenn es nur um Angst um Leib und Leben für sich selbst und seine Nächsten geht, ist es eine schlechte Strategie, auch noch für den Mann zu arbeiten. In seiner Nähe reduziert sich die Lebenserwartung schlagartig, ganz egal auf welcher Seite man steht. Als Feind hat man in jedem Fall verloren, es sei denn, man ist in der Überzahl oder ein größerer Zauberer als er – und das kann bekanntlich nur Dumbledore von sich behaupten. Als „Freund“ ergeht es einem auch nicht viel besser. Selbst wenn man immer schön blinden Gehorsam und Bewunderung heuchelt und alles gibt und tut, was einem gesagt wird, kommt irgendwann der Tag, wo man einen Fehler macht oder Voldemort mit einem besonders falschen Fuß aufsteht.

Erfolgversprechender wäre es also, so weit wie möglich von Voldemort und seinesgleichen fernzubleiben, still zu halten und alle Vorsichtsmaßnahmen zu beachten – und klopft irgendwann doch ein Todesser an die Tür, gibt man ihm einfach ohne Zögern, was er haben will. Das ist zwar nicht besonders mutig, aber immerhin moralisch noch besser als aktiv Unschuldige zu foltern und töten.
- Dumm ist es nur, wenn sie einen rekrutieren wollen, aber das ist für den Durchschnittszauberer wohl eher die Ausnahme. Zur Not bastelt man ein paar Muggle oder Squibs in den Familienstammbaum. ;)

Die Angehörigen:

Gar nicht so selten: Irgendwer in der Familie gerät in die Sache hinein und die Angehörigen haben keine große Wahl als denjenigen zu verlieren oder selbst mitzumachen bzw. das Ganze zumindest passiv zu erdulden.

Es finden sich einige Ehe- und Geschwisterpaare sowie ganze Familien unter den Todessern: die Blacks, der Lestrange-Clan, die Geschwister Carrow und natürlich die Malfoys.

Die Gierigen:

Keine Überraschung, es gibt immer genügend Menschen, die nach Macht streben und ein Stückchen vom Kuchen abhaben wollen. – Auch wenn ich bezweifle, dass Voldemort gerne teilt und mich immer frage, wozu das gut sein soll, zumindest wenn ohnehin schon in Geld und Einfluss schwimmt wie Lucius Malfoy, der für mich der typischste Vertreter dieser Gattung ist.

Die Bewunderer:

Schon die Schulzeit von Voldemort bzw. Tom Riddle hat gezeigt, dass er immer Bewunderer um sich scharren konnte. Kein Wunder, er war Prefect, Head Boy, dekoriert mit zusätzlichen Auszeichnung, überaus gutaussehend, gerissen, mutig und konnte sehr charmant sein – zumindest, wenn er sich etwas davon versprach.

Nun, die meisten dieser Eigenschaften hat er auf dem Höhepunkt seiner Macht schon wieder weit hinter sich gelassen, aber seine Fähigkeiten und Kenntnisse insbesondere im Bereich der Dunklen Künste sind unbestritten. Selbst seine Feinde erkennen ihn an als einen der mächtigsten Zauberer, der je gelebt hat. Das ist natürlich etwas, was man bewundern und von dem man lernen kann – insbesondere für diejenigen, die selbst an den Dunklen Künsten interessiert sind oder diese gar verehren.

Bei manchen resultiert die Bewunderung in glühenden Fanatismus.
Wie Dumbledore sagte, hängen etliche Death Eater so sehr an ihm, dass sie ihn unbedingt kennen und verstehen wollen und dafür einiges tun würden. (Wobei ich nicht finde, dass jemanden zu töten ein sehr großes Opfer für einen Death Eater wäre. Eine gute Tat wäre da schon eher eine Herausforderung. :lol: )
Die meisten wagen es nicht einmal, Kritik an ihm zu üben, wenn er meilenweit entfernt ist, und reagieren ziemlich ungehalten, wenn so ein dahergelaufener Teenager ihr Idol beleidigt und als Halbblut bloßstellt. :auslach:

Die Dummen, Faulen und Ignoranten:

Sterben bekanntlich nie aus und stellen vermutlich den größten Teil. Dies dürften auch die meisten derjenigen sein, die auf den ganzen Rassismus-Unsinn hereinfallen.

Einige Death Eater wie Lucius Malfoy sind zwar eigentlich viel zu intelligent, um nicht zu erkennen, dass z.B. ihre reinblütigen Sprösslinge weniger Talent und Wissen besitzen als so manches Halbblut, aber verdrängen diese Tatsachen lieber, um eine bequeme Erklärung für ihr eigenes Versagen zu haben und sich gleichzeitig aufzuwerten.
(Und ich halte Voldemort auch für zu intelligent, als dass er es selbst glauben würde, aber ich denke, er ist hier ebenfalls Opfer seiner Emotionen. Mehr über ihn später.)

Manche von ihnen sind vermutlich auch einfach zu bequem zum Denken, laufen lieber einem Anführer hinterher und plappern diesem ungeprüft alles nach. Die Crabs und Goyles fallen in diese Kategorie.

Die Sadisten:

Auch die gibt es immer – Leute, die Spass daran haben, andere psychisch oder physisch zu quälen, um sich dann selbst stark fühlen zu können. Da man das im normalen Leben in der Regel kann selten kann, kommt so eine Tätigkeit natürlich wie gerufen. Meist verbunden mit einem mickrigen Selbstbewusstsein.

Die Frustrierten und Wütenden:

So eine Organisation jenseits der geltenden gesellschaftlichen Regeln ist immer ein Auffangbecken für jene, die von der Gesellschaft enttäuscht wurden, ob nun zu unrecht oder zu recht. Vielleicht haben sie sich vorher mit redlichen Mitteln um Respekt, Anerkennung oder Zuneigung bemüht, sind aber aus unterschiedlichen Gründen gescheitert. Als Death Eater haben sie nun die Möglichkeit, andere durch Terror in Angst zu versetzen, was ja auch eine Art von Respekt darstellt. Wenn man schon nicht geliebt wird, wird man zumindest gefürchtet – zumindest kann man nicht mehr ignoriert werden. Nicht wenige werden Gebrauch davon machen, sich ungestraft an jenen rächen zu können, die sie zuvor gekränkt und verletzt haben. Unter diesen Umständen können auch sonst nicht sonderlich sadistisch veranlagte Menschen schreckliche Dinge tun.

Die Einsamen:

Vermutlich gibt es unter den Todessern auch einige, die sich dort befinden, weil sie kaum etwas zu verlieren und sonst niemanden haben. Sie sehen es vielleicht als eine Art Familien- und Freundesersatz, und möchten einmal das Gefühl haben, zu einer eingeschworenen, exklusiven Gruppe zu gehören, wo sie eine Aufgabe und einen angestammten Platz haben, und sei es nur auf Grund einer Funktion, die sie erfüllen. Die Bereitschaft dieser Sorte, dafür notfalls auch in den Tod zu gehen, dürfte entsprechend groß sein.
(Trotz Voldemorts soziopathischer Ader scheint er selbst auch ein wenig dazuzugehören, jedenfalls sprich er schon mal von den Todessern als seiner “true family”.)

- Dies ist natürlich eine Illusion. Objektiv mag das Ganze zunächst stimmen, aber wenn es hart auf hart kommt, würden wohl die wenigsten dieser Truppe einem Kameraden in Not behilflich sein, zumindest, wenn sie nicht auch zu den Einsamen oder Angehörigen zählen, die anderen geforderten Eigenschaften stehen dem einfach im Weg. Einige mögen das verdrängen, andere in Kauf nehmen – immer noch besser als nichts.

Die Schwachen:

Diese Art der Schwäche ist nicht notwendigerweise gleichzusetzen mit den oben beschriebenen Dummen, Faulen oder Ignoranten. Es ist durchaus möglich, intelligent, offen und gewissenhaft zu sein, und sich trotzdem jemandem ganz bewusst derart zu unterwerfen.

Ein Teil gehört wie von Dumbledore erwähnt zu denen, die in der Gruppe und hinter Voldemort Schutz suchen, weil sie sich aus psychischer oder physischer Schwäche (zu wenig Selbstbewusstsein, zu sensibel, zu ängstlich, zu wenig Zauber- oder Körperkraft) heraus nicht selbst schützen können gegen die üblichen alltäglichen Grausamkeiten.

Ein anderer Teil vielleicht mag umso dankbarer sein, einmal die Arbeit und Verantwortung jemandem zu überlassen, der eben noch intelligenter und mächtiger ist und dem diese Art von charakterlicher Schwäche sehr entgegen kommt.

Die Masochisten und Hörigen:

Vermutlich eine Schnittmenge der Bewunderer von Voldemort und der charakterlich Schwachen, für die Bellatrix Lestrange das ultimative Beispiel ist.

Ich hoffe, Dru hat nichts dagegen, wenn ich sie mal zitiere:
Sie ist dem Kerl offensichtlich hörig und denkt offenbar, dass er sie zu seiner First Lady macht. Ob das jetzt wirklich irgendeine romantische Beziehung einschließt oder nicht, ist nebensächlich. Sie will nur ihm gehören und schreckt vor nichts zurück, dieses Ziel zu erreichen. Wie die typischen hörigen Frauen, hat sie auch keine Probleme damit, sich vor ihm zu erniedrigen. Ich höre sie förmlich um eine Bestrafung betteln, wenn sie was falsch gemacht hat und er behandelt sie wie sein Lieblingshündchen. […]

Dem ist eigentlich nichts hinzufügen außer der Bemerkung, dass die Worte “romantische Beziehung” und “Lord Voldemort” nicht einmal ansatzweise zusammen passen. :nein:

Gemeinsamkeiten und Widersprüche

Natürlich ist es bei einigen auch eine Mischung aus mehreren Faktoren. Man kann problemlos als Angehöriger mit hineingezogen werden und dabei ein sadistischer, ignoranter und masochistisch-höriger Bewunderer sein wie Bellatrix Lestrange.
Und gerade Frustration, Einsamkeit und Schwäche treten gerne in Kombination auf.
Angst vor Voldemort haben sie wohl alle, das zeigt schon die Szene in GoF, wo sie allesamt vor Angst schlottern, als er seine Enttäuschung über ihre Untreue verbal und tätlich zum Ausdruck bringt.

Manche der gewünschten Eigenschaften vertragen sich jedoch überhaupt nicht miteinander:
Einerseits muss man völlig egoistisch sein, um dieses Streben nach Macht zu unterstützen – für Voldemort, aber auch für sich selbst, um genügend motiviert zu sein.
Andererseits wird erwartet, dass man sein Letztes gibt, auch sein Leben und das von anderen, selbst wenn es die eigenen Kinder sind – was widerrum nur jemand macht, der für sich selbst nichts fordert.
Eigentlich kann aber auch niemand gesucht sein, dem weder das eigene Wohlergehen noch das anderer am Herzen liegt, denn so jemandem wäre alles egal – und derart lebensmüde Gestalten geben sich keine Mühe zu gewinnen.

Trotz dieser Fülle möglicher Erklärungen gibt es jedoch immer noch Charaktere, die sich irgendwie in keine Schublade stecken lassen wollen. Die Motivation von Severus Snape ist mir z.B. größtenteils unklar… Wobei man bei ihm ja noch nicht weiss, ob er überhaupt wirklich dazugehört.

Darstellung in Büchern und Filmen

Die Todesser in den Filmen und Büchern gefallen mir nicht immer gut.

Keine Frage, Lucius Malfoy, Severus Snape, Bellatrix Lestrange und Voldemort selbst finde ich klasse. Trotz ihrer unsympathischeren Eigenschaften sind sie ernst zu nehmende, gefährliche Charaktere mit vielen Fähigkeiten.

Aber der Durchschnitt-Death Eater kommt eher schlecht weg. Ich finde sie insgesamt zu stereotyp, darauf angelegt, dass man sie alle unsympathisch findet. So leicht ist das im wirklich Leben eben leider nicht.

Typen wie Crab und Goyle sind hirnlose Schläger. Besonders in den Filmen kommt auch ihr Anführer Draco nicht gut weg, eigentlich kann er nichts außer denunzieren und mäßig spassige Witze auf Kosten anderer reissen. Gestalten wie Peter Pettigrew sind auch nicht gerade Sympathieträger – ein hässlicher, weinerlicher Verräter ohne Rückgrat. Werwolf Greyback finde ich ebenfalls stillos, vergreift sich vorzugsweise an kleinen Kindern und hat keine Kontrolle über seine Triebe. Amycus und Alecto Carrow finde ich albern dargestellt, sie – obwohl wegen der der desaströsen Frauenquote unter den DE und Nicht-Modell-Figur prinzipiell sympathisch für mich :D – habe ich in Erinnerung als kicherndes Plappermaul und er hat auch keinen besseren Eindruck bei mir hinterlassen.

Voldemort muss sehr verzweifelt sein, dass er Gestalten wie diese in seinen inneren Zirkel aufnimmt, anders kann ich es mir nicht erklären. Moralische Bedenken wird er sicher nicht haben und nach Ästhetik geht er (gerade er!) vermutlich auch nicht, aber selbst wenn auch der dümmste Lakai noch seinen Zweck erfüllen kann, ich hätte ihm an dieser Stelle mehr Anspruch zugetraut. Ich denke, er verachtet Dummheit und Unfähigkeit, und glaube nicht, dass er solchen Leuten bedeutsame Operationen wie den Überfall auf Hogwarts in Band 6 anvertrauen würde.

Und ich?

Um wieder den Bogen zu schlagen zum Anlass dieser Gedankengänge: Wo würde ich stehen in der Welt von “Harry Potter”?

Ich bin immer zwiespalten, wenn es um Filme, Bücher oder Fernsehserien geht. Immer. Ich mag die Guten. Ich leide mit ihnen. Ich heule, wenn einer von ihnen ins Gras beisst. (Dumbledores Tod fand ich wirklich hart.) Ich weiss, dass sie am Ende gewinnen sollten, wo es doch leider in der wirklich Welt schon selten genug geschieht.
Ich bin für Freundschaft, Heldentum, Ehrlichkeit, Mitgefühl, Selbstlosigkeit, Aufopferungsbereitschaft für eine gute Sache – wer ist das nicht. So wie die Helden wäre man gerne.

Rassismus geht mir völlig ab – dafür bin ich einfach nicht dumm genug. Aus dem gleichen Grund ist mir blinder Gehorsam fremd, ich bin renitent und kritisch (ganze Heerscharen der Halbgötter in weiss können ein Lied davon singen :] ) und habe üblicherweise eher ein Autoritätsproblem, wenn ich Zweifel daran habe, dass die betreffende Person mir in Fähigkeiten oder Erfahrung nicht mindestens gleichgestellt ist.
Ich bin nicht einmal für gesellschaftlich gebilligten Mord und deshalb seit fast einem Jahrzehnt Vegetarier. – Und habe immer noch ein schlechtes Gewissen, weil ich es noch nicht zum Veganer geschafft habe.
Ich könnte nie jemanden quälen, der mir nichts getan hat, insbesondere, weil ich als Schmerzpatient weiss, was Schmerzen mit einem machen können. Als HSP würde mich allein schon das Geschrei in den Wahnsinn treiben. :oerks:
Ich würde lieber selbst sterben, als jemanden für meine Ziele zu opfern oder gar die zweifelhaften Ziele von jemand anderem.
Ich bin nicht einmal schwarz gefahren in meinem Leben und einer von denen, die ständig in der U-Bahn ihren Sitz alten Omis überlassen und Frauen mit Kinderwagen herein- oder heraushelfen. Ich war Pfadfinder, ehrenamtlicher Sanitäter, Mitglied von amnesty international und der Tierreichtsorganisation Peta.
- Macht sich alles nicht gut in einer Bewerbung als Todesser. :nein: :]

Andererseits faszinieren die Bösen mich ungleich mehr. 90% aller von mir angeschmachteten männlichen Charaktere sind böse. (Und der Rest ist fast ausschließlich von der Sorte “dunkler Rächer”. Einzige Ausnahme sind Spider-Man, Superman und John Sheridan. :fan: ) Voldemort schlägt jeden meiner früheren Lieblingsbösewichter in Bösartigkeit, Tiefe und Macht um Längen. (Wie gesagt, mehr über Tom Riddle und was mich an ihm so fasziniert später. :verliebt: )
In Rollenspielen habe ich jahrelang immer einen der Bösen gespielt: in “Star Wars” imperiale Offiziere und Sith, in “Babylon 5″ Schattenbotschafter und Drakh, Vampire, Dunkelelfen – und nun eben Todesser.

Es tut ungemein gut, einmal amoralisch, skrupellos und vollkommen egoistisch sein zu dürfen. :teufel:
Jeder hat eine dunkle Seite, die man in den seltensten Fällen ausleben kann. (Wobei es einem diese Gesellschaft meiner Erfahrung nach paradoxerweise auch nicht gerade leicht macht, wenn man hohe moralische Ansprüche hat.)
Ich bin mir nicht sicher, ob ich – die Schwärmerei für gewisse böse Charaktere mal außen vor gelassen – in einem passenden Szenario nicht doch bei den Bösen landen würde.
Ehrlich, und das gilt nicht einmal nur für HP oder fiktive Welten. Ich finde es immer anmaßend, wenn Leute sagen, sie hätten sich damals im 3. Reich ganz anders verhalten als der Durchschnittsdeutsche. Das weiss man erst, wenn man sich tatsächlich in solchen Umständen befindet. Ich halte mich nicht für so gut, mutig und stark, dass ich das mit Sicherheit sagen könnte.
(OMG, Godwin’s Law! 8O Ich habe Nazis erwähnt, sogar schon im Ausgangs-Eintrag… :lol: Bitte aber keine Voldemort-ist-wie-Hitler-Diskussion. :nein: )

Jedenfalls: Das Kostüm passt gar nicht so schlecht zu mir. Ich habe unzweifelhaft einige der genannten Death Eater-Eigenschaften. Welche das sind und in welcher Ausprägung überlasse ich Eurer Fantasie – das wird mir sonst doch ein wenig zu persönlich hier. ;)

Mit Erstaunen habe ich zudem bei einem Blick ins “Harry Potter”-Wiki festgestellt, dass ich im genau gleichen Alter bin wie Bellatrix, als Voldemort zum ersten Mal auf dem Höhepunkt seiner Macht war, und sogar am gleichen Tag Geburtstag habe. o_O Zum Glück für mich und meine unmittelbare Umwelt sind das jedoch die einzigen Gemeinsamkeiten mit Madam Lestrange – abgesehen natürlich von der Einstellung zu Voldemort. :anbet: :liebeskummer: :D

Informationen zum Eintrag: Id 316 21.07.2007 01:27 Uhr 4145 Wörter, 13868mal angesehen Kategorie(n) Fandom, Vertraulichkeit: 0 Tags , , , Kommentare nicht (mehr) erlaubt Trackbacks / Pings erlaubt
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20 Reaktionen

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Geli

Hab noch nichts gelesen, ist also spoilerfrei:

Bei Snape würde ich ja eine Mischung aus Frustration, Wut und Einsamkeit diagnostizieren, jedenfalls für die Zeit, in der er da zuerst reingeraten ist. Ach ja, Bewunderung kommt natürlich auch dazu, denn er war ja schon als Schüler von schwarzer Magie fasziniert. Und jetzt steckt er da natürlich nicht mehr drin. Basta.

So, mal sehen, ob JKR mir noch widerspricht *g*

Spider-Man, Superman und John Sheridan – da kann sich letzterer ja echt geehrt fühlen :D

Kommentar 1 21.07.2007 02:13 Uhr

Ja, klingt sehr plausibel für den jungen Snape, aber über den älteren Snape wage ich mir kein Urteil zu bilden, solange nicht klar ist, ob er überhaupt wieder ein Todesser ist. Dumbledores Tod kam mir zu verdächtig vor, abgesprochen… “Please Severus” – Dumbledore würde nie betteln. To the well-organized mind, death is but the next great adventure. ;)

Hey, Sheridan ist immerhin von den Toten und Z’ha’dum zurückgekehrt. :daumenhoch: Wenn das mal keine Leistung ist. Das Detail Beendigung des Schattenkrieges ist da schon nebensächlich. ;)

Und wer hier spoilert, wird avadakedavrat. ]:-]

Kommentar 2 21.07.2007 02:50 Uhr

Also ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Snape wirklich wieder ein Todesser ist – auch was er am Schluss zu Harry gesagt hat, also dass er ihn nicht einen Feigling nennen soll oder das er ihn nicht umgebracht hat, passt so gar nicht dazu – und irgendwie möchte ich auch nicht, dass Snape zu den Bösen überläuft, obwohl ich ihn ja eigentlich nie leiden konnte *g*. Hach ich bin ja echt gespannt…

Kommentar 3 21.07.2007 03:36 Uhr
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Geli

Neenee, Snape wieder bei den Bösen paßt mal gar nicht. Wenn da noch was faul ist, dann spielt er ganz auf eigene Karte, das könnte ich mir noch vorstellen, aber einfach so für Voldy? Das wäre viel zu plump. Dann hätte Harry ja schon im ersten Band Recht gehabt und Dumbly wär ein Trottel. Nee, entfällt wegen is nicht.

Und Dumbledore würde schon betteln – falscher Stolz ist auch nicht seine Art – nur halt nicht um sein Leben.

Ad Sheridan: Der ist echt ein Phänomen. Ist ja eigentlich überhaupt nicht der Typ, mit dem ich was anfangen kann – Kopf-durch-Wand-Mensch, Strahlemann (zumindest anfangs) und zumindest auf den ersten und wohl auch zweiten Blick der typische Klischeeheld. Damit kann ich normalerweise überhaupt nichts anfangen, nicht umsonst mag ich auch Kirk nicht. Aber Sheridan… Sheridan ist trotzdem cool :]

Kommentar 4 21.07.2007 10:09 Uhr
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Geli

Ach ja (hier fehlt die Editierfunktion ;) ), Du spoilerst auch nicht in Überschriften, oder?

Kommentar 5 21.07.2007 10:10 Uhr
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May

Du hast die Sorte “So schlimm kann es ja gar nicht sein/werden” vergessen :]
Die ersten Death Eater pickten sich halt die Rosinen aus dem Vertrag, die für sie vorteilhaft erschienen, das Voldi auch auf das Kleingedruckte bestand, haben sie halt verdrängt. :lies:
Tja und dann – mitgehangen, mitgefangen. Aussteigen is’ ja nich’ :teufel:

Kommentar 6 22.07.2007 01:18 Uhr
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Astro

There is no good and evil, there is only power…and those too weak to seek it. :gerissen:

Kommentar 7 22.07.2007 08:33 Uhr
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DruMalfoy

Also, wie ich das verstanden habe, bist du aus 3 Gründen Todesser. Fear, surprise and nice red uniforms… nein, as war was anderes…

1) weil Bösewichter sexier sind als die Guten
2) weil du gern deine dunkle Seite ausleben würdest (wobei dir aber im Wirklichen Leben dein eigener guter Charakter im Weg steht
3) wegen der stylischen Berufskleidung :D

Und was habe ich da oben rausgehört? Die Bösen nehmen jeden?? Anscheinend stimmt das sogar. Für die Guten muss man immer besonders talentiert sein, besonders tapfer – für die Guten nur besonders unterwürfig…

Hm… naja…

Da es von Anfang an immer klar war, dass die Todesser am Ende die Verlierer sein würden, wollte ich nie wirklich dazugehören. (Oje, ich hab mir grad einen bösen Blick von dem Lucius auf meinem Schreibtisch eingefangen ;) ) Und wenn jemand hier diesen Kommentar liest, fang ich mir gleich einen zweiten ein… :argh:

Naja, meine Ansicht dazu (die sich eh jede Minute ändert :D ) hab ich dir eh schon mitgeteilt :D Vielleicht mehr dazu in einem persönlichen Mail. Wie gesagt, hier ist es mir ein bisschen zu öffentlich für einen Todesser-Pro-und/oder-Contra-Seelenstriptease ;) :engel:

Kommentar 8 22.07.2007 15:52 Uhr
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Astro

Das Beste ist sowieso ein Bösewicht zu sein, den alle für den Guten halten. :engel: Damit ist man auf jeden Fall auf der Gewinnerseite. :daumenhoch:

Kommentar 9 22.07.2007 22:36 Uhr

@Angie: Nein, ich spoilere nicht in Überschriften. Die bösen Fakten verstecke ich immer hinter dem Teaser im vollen Text. :] Was du nicht willst, was man dir tut… usw.

@Astro: Ja, den Spruch kenne ich. Den verarbeite ich noch im Voldie-Essay. ;)

@May: Stimmt natürlich, aber ich finde, dass das keine eigene Kategorie ist, sondern auf so gut wie alle Todesser zutrifft. Die meisten werden geglaubt haben, dass sich das, was sie tun müssen, in einem akzeptablen Verhältnis zu dem, was sie dafür bekommen, befindet. Entweder haben sie das eine unter- oder das andere überschätzt. Die wenigsten hätten sich vermutlich darauf eingelassen, wenn sie von vorneherein gewusst hätten, was ihnen da blüht und wie Voldemort mit seinen Leuten umgeht. Auch hier ist die Malfoy-Familie das beste Beispiel. So einen glücklichen Eindruck machten die mir nicht im ersten Kapitel des 7.Bandes… ]:-]

@Dru: Ob jemand gewinnt oder verliert hat bei meinen Überlegungen dieser Art nie eine Rolle gespielt. :nein: Ich bin grundsätzlich Überzeugungstäter, bei so etwas und auch im wirklichen Leben. Und wenn das bedeutet, sich einer aussichtslosen Sache anzuschließen, dann schon mit wehenden Fahnen. :] Sonst dürfte man ja auch nie bei den Bösen mitspielen, die verlieren doch immer… Naja, außer in der Wirklichkeit. Umgekehrt wäre es irgendwie besser. :zerknirscht:
Das mit dem Seelenstriptease verstehe ich. ;) Deswegen ist Deine Zusammenfassung bezüglich meiner Motivation zwar nicht falsch, aber unvollständig. Deutlicher wollte ich an dieser Stelle nicht werden und genausowenig meine Gedankengänge hierzu der Öffentlichkeit vorenthalten. :lol: Die pikanten Details sind in der Tat in Emails besser aufgehoben. :zweideutig:

Bin übrigens erst bei Seite 150… Der Rechner hat mich bekanntlich aufgehalten, obwohl die Neuinstallation erfreulich schnell und problemlos verlief.

Kommentar 10 23.07.2007 01:54 Uhr
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DruMalfoy

“Und wenn das bedeutet, sich einer aussichtslosen Sache anzuschließen, dann schon mit wehenden Fahnen. ”

Jetzt hast du dich aber geoutet: du bist ein GRYFFINDOR!!! Poser!!! :lol: :rotfl:

Kommentar 11 23.07.2007 10:37 Uhr

Oh Mist, ich bin durchschaut. :bibber: ;)

Aber ich fürchte tatsächlich, dass ich am wenigsten nach Slytherin gehören würde.

Ich bräuchte auch jemanden zum Ansabbern zur Motivation, der mich vom Schreibtisch böse anblickt. ;) Dummerweise gibt’s da nicht so viele passende Fotovorlagen. Wobei ich bei Lucius auch den Eindruck hatte, dass er seine Entscheidung mittlerweile bereut… :P

Seite 200 und irgendwas… Kann immer noch nicht mitdiskutieren. :(
Und ich muss meinen persönlichen Gründen für den DE-Beitritt nach diesen neuen Erkenntnissen die Einschränkungen hinzufügen, dass es nur Spass macht, wenn man auch im inneren Zirkel weilt. Was nützt es, böse zu sein und mit den gleichen Pappnasen zu verkehren wie früher und die sexy Bösewichter nicht einmal aus der Ferne zu sehen?

Kommentar 12 23.07.2007 18:42 Uhr
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DruMalfoy

Dein frecher :P – Smilie stört mich gar nicht. ICH weiß ja, wie’s ausgeht :teufel:

Kommentar 13 23.07.2007 22:41 Uhr

Soweit bin ich leider schon gespoilert worden. :sauer: Du hattest da ein besseres Händchen, ich habe mir mal wieder die falschen Kerle zum Anschmachten ausgesucht… :heulheul: Aber das war mir sowieso klar. ;)

PS: Du hast mir in den letzten Tagen keine Email geschickt, oder? Könnte sein, dass etwas verloren ging durch die Neuinstallation und einen Hacker-Angriff auf die Server meines Webhosters, weswegen die Seite hier gestern abend auch mehrere Stunden nicht lief.

Kommentar 14 23.07.2007 22:45 Uhr
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DruMalfoy

Ja, mein Händchen für eine bestimmte HP-Figur war extrem gut :huepf: :verliebt:

Nein, ich hab nix geschickt. Das letzte Mail war am 18. und das hast du beantwortet. :)

Kommentar 15 24.07.2007 13:35 Uhr

Gerade wieder entdeckt: Tharanis schrieb schon vor einiger Zeit etwas Interessantes über Snape, Death Eater und Voldemort, zu empfehlen. :ja:

Kommentar 16 02.08.2007 23:20 Uhr
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Kim-Sarah Kelsch

also ich finde alles irgendwie cool
ob böse oder leib.
Sprich: ich bin unparteiisch ;)
wenn jemand damit ein problem hat soll er sich doch melden und es mir so sagen^^

mfg: Kim-Sarah Kelsch

Kommentar 17 27.12.2007 20:02 Uhr

So nun, da ich für die Deatheater rekrutiert worden bin und auf der Ringcon Deinen Saum küssen werde, habe ich mir durchgelesen, was Leute freiwillig in die Arme von einem übellaunigen Chef treibt. Das klingt mir alles sehr einleuchtend. Die Stellenanzeige ist cool und ich kann ihr nicht widerstehen. Auf mich treffen die Punkte: Frustierte und Wütende und Einsame zu. Obwohl ich alt genug bin, um eigentlich Lehrerin für Runenmagie in Hogwarts zu sein, aber ein Ausflug zu den abgrund tief Bösen muss sein. Endlich mal den ganzen Frust raus lassen. Ich freue mich auf die Ringcon. :voldemort:

Kommentar 18 12.09.2008 15:48 Uhr
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Deadfire

Also ganz ehrlich ich habe ned alle teile geguckt aber mich sehr sehr viel mit den einzellen figuren beschäftigt. :<D also ich währe ja ein echt guter Todesser. Ich quäle gerne meine leute ich lauf gerne indunklen ecken rum und ein gewissen und herz hab ich auch ned ;) aber ich weiss noch ned genau was eig in mir schlägt =)

bin auch ned so ein riesen fan hab die seite durch zufalle gefunden aber ich find es echt gut das leute wie ihr sowas grosses eig aufbaut ich sitze grad in der schule und werd von meinen lehrer voll getextet ;) aber lass ihn erzählen wird bestimmt schon stimmen was der erzählt :rotfl: bin jetzt 19jahre und musss mir das imemrnoch antuhn. Also ich guck mal wenn ich @home bin ob wer was geschrieben hat xDD wenn ned auch so schlimm bin ja auch ned so ImbaPross wie ihr °° :klatschen: aber echt applaus ür die seite :D

Kommentar 19 16.09.2008 11:37 Uhr

@Deadfire: Danke für die Komplimente zur Website bzw. dem Text, aber ich weiss nicht so recht, was Du mit dem Rest des Kommentares sagen willst. Was ist ein ImbaPross…? Wir scheinen nicht die gleiche Sprache zu sprechen. ;)

@Tharanis: Sehr schön, dass Du Dich für unsere Seite entscheiden konntest. :schulterklopf:
Um mich jetzt doch noch öffentlich zu outen: Auch bei mir sind es die von Dir genannten Punkte, die mich anfänglich dazu bewegen könnten, mich diesem Haufen anzuschließen, plus ein weiterer Punkt, der Dir ja besser bekannt sein dürfte als sonst irgendjemandem. :oops:
Und wie jemand anderes bereits sagte, hängt man dann bekanntlich in der Sache drin und kommt in der Regel nur durch Einstellen aller organischen Funktionen wieder heraus. :angst:
Dank Flow hat sich die Frage nach dem Ob bei mir ja nun bereits vor einem halben Jahr für den Rest dieser Inkarnation erübrigt. :darkmark: ;) (Und ich habe immer noch nicht darüber gebloggt, wie peinlich. :rotwerd: )

Wir sehen uns zur “Harry Potter”-Hasser- Muggle- und Mudblood-Jagd auf der RingCon! :haendereib: :tanz: Der Dunkle Lord freut sich ebenfalls und wird sich an die Sache mit Saum erinnern. :voldemort: (Wie unser Admiral Dadeka seinerzeit zu sagen pflegte: Schizophrenie ist cool! :lol: )
Zum Glück sind es noch ein paar Tage bis dahin, die auch notwendig sind zum Fertigstellen der Dienstkleidung ;) und zum Pauken von Zaubersprüchen… Mein Repertoire beschränkt sich in letzter Zeit bedenklicherweise auf “morsmordre”, “crucio” und “avada kedavra”. ;)

Kommentar 20 30.09.2008 00:08 Uhr

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