Schattendings

Geschichten aus dem Dunkel seit 2002

Inhalt:

Fegefeuer

Dass die Existenz auf diesem Planeten eine Art kosmisches Fegefeuer darstellen muss, ahne ich ja schon seit lange Zeit. Dass aber nun auch die Temperaturen dem entsprechen, ist neu.

Seit Anfang letzter Woche werden im Großraum Düsseldorf regelmäßig Temperaturen zwischen 33 und 38°C (!) gemessen, und selbst nachts ist es noch weit über 20°C.
Wenn ich die ganzen Schlagzeilen in den meisten Zeitungen und die Fernsehberichte und -interviews sehe, habe ich den Eindruck ein Alien zu sein oder der einzige Mensch, dem jene Hitze noch nicht das Hirn im Schädel weichgekocht hat.

Aus tiefstem Herzen: ICH HASSE DIESES WETTER. :baeh:

Ich kann nichts, aber auch gar nichts Positives daran finden.

Ich könnte die Begeisterung noch ansatzweise verstehen, wenn ich Urlaub hätte und von morgens bis abends untägig im Schatten an einem schönen (aber bitte nicht überfüllten) Badesee mit einem spannenden Buch und literweise köstlichem, eiskaltem Eistee verbringen könnte. (Mir persönlich aber sind die Temperaturen schon unter diesen Umständen viel zu viel.)
Aber wenn man übermüdet, überhitzt und schweissgebadet arbeiten, einkaufen und sich mit andere Menschen in heisse, stickige U-Bahnen quetschen muss, no way. Es ist einfach nur grauenvoll.

  • Die ganze Stadt stinkt.
    Während man bei kühleren Temperaturen nichts bemerkt, sofern der Wind nicht besonders ungünstig weht, riecht man jetzt ständig die rund 2 km entfernte Ölmühle und die Kläranlage. Wenn man mit der S-Bahn auf dem Weg nach Düsseldorf dort dicht vorbeifährt, dreht es einem den Magen um. Die Straßen stinken, weil sich teilweise der Straßenbelag verflüssigt. Die Menschen stinken nach Schweiss. Den Müll muss ich doppelt so häufig wegbringen, weil er sonst auch schnell anfängt zu müffeln.
  • Viele öffentliche Verkehrsmittel fallen aus oder kommen nur mit erheblicher Verspätung.
    Die Technik ist diese Temperaturen nicht gewöhnt und versagt an vielen Stellen einfach. Verbogene Schienen, Weichen, Oberleitungen und aufplatzende Straßenbeläge sind dabei nur eine Folge. Letzte Woche Montag durften Hunderte Fahrgäste im Düsseldorfer Hauptbahnhof auf ihre Züge warten, weil in einem Stadtteil eine Böschung in Flammen stand. Einmal steckte ich – natürlich in einer unklimatisierten S-Bahn mit Plastiksitzen in praller Sonne – auf dem Weg von Düsseldorf nach Neuss fest. Die Bahn konnte nicht weiterfahren und blockierte die gesamte Strecke, weil die Türhydraulik versagte und die Türen nicht mehr schließen konnten. Ich musste mit einer anderen Bahn zurück zum Hauptahnhof und dort in einen Zug steigen, der über ein anderes Gleis fährt.
  • In den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es unerträglich heiss.
    Von den vier Bahnlinien, die ich auf meinen üblichen Wegen benutzen kann, ist nur eine klimatisiert und der Rest zu allem Überfluss auch noch mit Plastiksitzen ausgestattet. Busse sind natürlich allesamt nicht klimatisiert. Die größte Freude kommt dann auf, wenn es richtig schön voll ist, man sich unfreiwillig auf die Pelle rücken muss und man auch noch in den Genuss von Körperwärme und -schweiss fremder Menschen kommt, und das dann auch noch bis zu einer halben Stunde aushalten muss.
  • Die Sonne brennt so dermaßen heiß hinunter, dass es teilweise schmerzt.
    Während man sonst erst eine Weile in der prallen Sonne stehen muss, damit man die direkte Sonneneinstrahlung als unangenehm empfindet, ist dies nun augenblicklich der Fall.
    Ich hüpfe nur noch von Schatten zu Schatten, aber viel zu oft sind keine vorhanden. Schattenspender gibt es insbesondere um die Mittagszeit kaum, in der Betonwüste der Städte liegen fast alle Strecken und Bahnhaltestellen in praller Sonne. Einkaufen und schon das bloße, kurze Warten an der Ampel oder Bushaltestelle wird zur Qual.
    Schon einige Male habe ich es erlebt, dass die Menschen es nicht ausgehalten haben, unter den Umständen an der Haltestelle zu warten, sie (und ich) verkrochen sich unter anliegende Bäume, Hauseingänge, auf die andere Straßenseite und selbst hinter Laternenpfähle.Ich habe mir gestern die Finger am Deckel des Müllcontainers verbrannt. Selbst mein Silberschmuck heizte sich auf den kurzen Wegen in der Sonne so auf, dass ich ihn schleunigst loswerden musste.
    Bei Fußwegstrecken von 1 bis 3 km – ein Weg, hin und zurück natürlich das doppelte – komme ich mir ständig vor wie bei einer Wanderung durch die Sahara, den man ohne Wasservorräte nicht überlebt. Die Krönung ist es, wenn zusätzlich kein Lüftchen weht oder man seine kiloschweren Einkäufe über diese langen, heissen, ozonverseuchten Strecken schleppen muss.
  • Selbst nachts wird es nicht mehr kühl, ein erholsamer Schlaf ist nicht mehr möglich.
    Vorletzte Woche war es zwar auch tagsüber heiss, aber man konnte sich zumindest nachts von der Hitze erholen. Inzwischen liegt die Außentemperatur nachts nun auch ständig über 20°C.
    Die Temperatur in meiner Dachgeschossgewohnung sinkt auch in tiefster Nacht nicht mehr unter 30°C, trotz aller geöffneten Fenster und Durchzug, Ventilator, feuchten Laken, guter Isolierung, tagsüber geschlossenen Vorhängen sowie hitzeabweisender Spezialjalousien. An dem einzigen kühlen Ort, an dem ich derzeit erholsamen Schlaf finden könnte, darf ich es leider nicht: Im Büro. Auf dem Balkon schlafen wie andere kann ich leider nicht, denn an und unter unserem Haus hausen Kankras Nachfahren und über meinen Balkon führt eine gut frequentierte Ameisenstraße, da würde ich auch kein Auge zu tun.
  • Die Ozonwerte sind gesundheitsschädigend hoch.
    Jede kleine körperliche Anstrengung führt zu Atemwegsbeschwerden und Kreislaufbeschwerden. Sport sollte man sowieso vermeiden, sonst endet man im Krankenhaus wie die ein Dutzend Jugendlichen, die in unserer Gegend letzte Woche während eines Sportwettbewerbs schlicht umkippten. (Schön blöd, wenn man mich fragt.)
    Aber leider müssen manche Dinge trotzdem gemacht werden… Wenn ich nach einem bis zu 3 km langen Marsch meine Einkäufe in den 3.Stock schaffe, bin ich völlig am Ende. Atemzüge wie ein Asthmakranker und alles dreht sich, obwohl ich diesbezüglich ziemlich unempfindlich bin und noch mit niedrigen Blutdruckwerten fröhlich durch die Gegend laufe, bei denen normale Menschen schon halb im Koma liegen.
  • Man transpiriert ohne Ende.
    Ich dusche derzeit täglich nach Möglichkeit 4 bis 5mal, wische mich ständig mit feuchten Lappen ab, wechsle mehrmals die Kleidung, benutze angeblich super-tolle 24h Deos mit antitranspiranter Wirkung und verspüre mittlerweile schon den Drang, mir das Haupthaar raspelkurz zu schneiden, damit sich die Hitze unter dem knappen Meter Haar nicht staut.
    Es nützt alles nichts. Bei den momentanen Temperaturen reicht bloßes Atmen, um den Schweiss aus allen Poren rinnen zu lassen. Die Kleidung klebt ständig irgendwo am Leib und manchmal spürt man es sogar tröpfeln. Ich habe das Gefühl, ständig in eine gut riechbare Wolke gehüllt zu sein. Ekelhaft.
    Vorgestern musste ich duschen, nachdem ich in der Hitze des Nachmittags ein Baguette in der durch den Backofen aufgeheizten Küche in Scheibchen geschnitten habe – so müssen sich Arbeiter am Hochofen fühlen. Selbst wenn ich wie jetzt einfach nur am PC sitze – in meinem kunstleder-bezogenen Chefsessel, lecker – und tippe, während der Ventilator mir aus 50 cm Entfernung die Luft in den Rücken bläst, schwitze ich an Stellen, von denen ich bisher nicht mal ahnte, dass sie das überhaupt können.
  • Der Wechsel zwischen der Gluthitze draußen und dem klimatisierten Büro macht dem Körper zu schaffen.
    Das Problem dürfte jeder kennen, der an einem klimatisierten Arbeitsplatz arbeitet.
    Wenn ich morgens um 8:30 Uhr trotz leichter Kleidung schon verschwitzt dort ankomme, weil es schon um 8 Uhr heiss ist, danke ich allen bekannten Göttern für die Klimaanlage. Allerdings währt die Freude nicht lang: Das Teil hat auf Grund der Sanierungsmaßnahmen im Gebäude in letzter Zeit ständig Fehlfunktionen. Draußen herrschen über 30°C, in unserem Büro manchmal nur die Hälfte. Wenn ich dort ein paar Stunden in leichter Sommerkleidung sitze, sind meine Hände und Füße Eisklumpen. Ich weiss überhaupt nicht, was ich noch anziehen soll. Entweder geht man draußen ein vor Hitze oder friert sich drinnen irgendwelche Extremitäten ab. Besonders beim Verlassen des Gebäudes am Nachmittag trifft einen der Schlag. Trotz hochsommerlicher Temperaturen bin ich deshalb ständig verschnupft.

Manchen Menschen scheint das kaum etwas auszumachen, aber ich bin für solche Temperaturen, aggressive Sonneneinstrahlung und Ozonwerte offensichtlich nicht gemacht, insbesondere nicht bei meinen Wehwehchen:

  • Ich habe wegen der stickigen Hitze in meiner Wohnung schon seit Tagen nicht mehr richtig geschlafen. Wenn das so weitergeht, kippe ich irgendwann einfach um. :ko:
  • Die widerliche Schwitzerei macht mich unsicher und regelrecht agressiv. Mir geht einfach alles und jeder auf die Nerven, und ich könnte zuweilen regelrecht Amok laufen.
  • Mir ist ständig schwindelig von dem Sch**** Ozon. Ein paar Mal habe ich wirklich gedacht, ich schaffe es nicht oder nur auf allen Vieren nach hause.
  • Mir ist häufig übel, entweder vor Hunger, weil ich bei der Hitze nichts essen mag, oder weil ich es irgendwann doch tue. :kotz:
  • Das grelle Sonnenlicht, Ozon und irgendwelche herumfliegenden Pollen sind der Tod für meine Augen, ich habe seit Monaten eine chronische Bindehautentzündung. Es war zeitweise so schlimm, dass ich kaum noch etwas sehen konnte und mir halb die Augen ausgekratzt habe, die sowohl innen als auch außen blutrot und wund waren. Sanfte Mittelchen halfen nichts, jetzt nehme ich regelmäßig Cortison.
  • Seit dem Wochenende habe ich mal wieder Schulterschmerzen, die mich zeitweise in den Wahnsinn treiben. Dagegen tun kann ich aber leider nichts, denn alles, was ich außer Schmerzmittel schlucken machen kann, hat mit Wärme zu tun. Die letzten Physiotherapie-Termine letzten waren schon alle nutzlos, denn bei den Temperaturen braucht man bestimmt keine Fango-Anwendung mehr, und so sehr ich sonst die Massage genieße: Die einzigen Dinge, über deren Berührung ich mich derzeit wirklich freuen kann, sind ein kräftiger Wind und kaltes Wasser.
  • Aber vor allem leidet mein armer Kopf. Selbst Menschen ohne chronisches Schmerzproblem leiden angesichts des Wetters unter ständigen Kopfschmerzen, und ich fast pausenlos – meine Schwachstelle. Vorletzte Woche habe ich mich tagsüber ein paar Mal hinlegen müssen – danach hatte ich einen Schädel, wie ihn andere wahrscheinlich nach einer ausgedehnten Sauftour hatten. Selbst für mich ist das außergewöhnlich. Schmerzmittel halfen nur kurz, die Kopfschmerzen dauerten über Tage an, wie in meinen schlimmsten Zeiten. Es war die schlechteste Woche seit Entlassung aus der Klinik, und zum zweiten Mal seitdem musste ich meine Schmerzmittelration pro Woche überschreiten. Vielen Dank, Petrus.

Mein schlimmstes Erlebnis hatte ich letzte Woche Donnerstag, als ich den letzten Physiotherapie-Termin absagte. Trotz meiner Bedenken hatte ich mir wie üblich pflichtbewusst vorgenommen, hinzugehen. Aber nachdem ich eine halbe Stunde in einer unklimatisierten Bahn gegahrt wurde, in der ohne Übertreibung bestimmt 50°C herrschten und kein Lüftchen ging, dröhnte mein Schädel, meine Knie waren Butter und ich war so komplett nassgeschwitzt, dass es schon an Inkontinenz grenzte.
Die Dame am Telefon machte mich zwar dumm an, weil es so kurzfristig war – 5 Minuten vorher, da ich über eine halbe Stunde lang telefonisch nicht durchkam – aber selbst wenn ich den Termin aus privater Tasche zahlen muss, es hätten mich keine 10 Pferde dorthin gebracht. Nochmal in einen Backhofen namens Linie 849, nochmal Marsch durch glühende Sonne übers Klinikgelände und Umziehen in einem schwülen, stickigem Umkleideraum mit anderen nassgeschwitzten Menschen, um dann noch mehr Hitze und Körperwärme zu erhalten – nein Danke.

Ich vermeide mittlerweile alle Aktivitäten außerhalb des klimatisierten Büros und zu hause, wo ich zumindest bei Bedarf duschen kann.
Ich würde mich gerne um eine Wohnung bemühen, aber bei den Temperaturen durch Düsseldorfs Strassen und U-Bahnen hetzen und sich anschließend mit irgendwelchen Maklern herumschlagen…? 8O

Wie schlimm das mit der Hitze ist, merke ich unter anderem an den Eiswürfeln in meinen Getränken. ;) Dank Entropie haben sie derzeit nur eine Überlebensdauer von nicht einmal 2 Minuten. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass das jemals zuvor der Fall war.
Die Hitzewelle von 2003 war lang, aber sie hatte nicht diese extremen Temperaturen. Mittlerweile erscheinen mir ja schon 30°C erstrebenswert.
- Ich merke gerade übrigens, dass ich mich fast wortwörtlich wiederhole. ;) Aber auch 3 Jahre nach der Hitzewelle hat sich meine Meinung nicht geändert.

Ja, ich jammere auch über den Winter und die Kälte. Das ist allerdings kein Widerspruch und auch kein Ausdruck des angeblich typisch deutschen Miesepeter-Verhaltens, sondern nur die berühmte sprichwörtliche Wahl zwischen Pest und Cholera. Die Temperaturspanne, in der ich mich wohl fühle, ist sehr eng und liegt bei rund 15 bis 25°C Außentemperatur.

Dummerweise scheinen gerade diese Werte zwischen den Extremen immer öfter schlicht übersprungen zu werden. Während ich im Juni bei Tharanis in Hannover bei 18°C und viel zu leichter Sommerkleidung fror, sind es im Düsseldorfer Raum schon seit Wochen regelmäßig um die schweißtreibende 35 °C. Warum kann es nicht mal etwas dazwischen sein?! Rein theoretisch ist das auch im Sommer möglich.

Ich habe nun schon fast 30 Jahre in unseren Breitengraden gelebt, aber offensichtlich werde ich mich weder an heisse Sommer noch an kalte Winter gewöhnen. Ich sollte auswandern in milderes, maritimes Klima irgendwo an eine Küste. Die Ostsee soll sehr schön sein. Gegen England oder Irland hätte ich auch nichts.

Einen Vorteil jedoch hat die Kälte gegenüber der Hitze: Man kann etwas gegen sie tun. Man kann die Heizung und im Büro aufdrehen, sich in mehr Kleidung hüllen, Decken, Wärmflaschen, ein warmes Vollbad, heissen Tee, die kuschelige Katze auf dem Bauch, etc. Zumindest zu hause kann ich mich dann wohlfühlen. Aber ab bestimmten Temperaturen helfen Gegenmaßnahmen nichts mehr. Kälter als Eis geht nicht und nackter als nackt auch nicht. :,( ;)

Ich will Kälte, Regen und Wind, und zwar sofort!
Seit Beginn der aktuellen Hitzeperiode hätte es hier schon 2 oder 3mal eine Abkühlung in Form von Gewitter geben sollen: Ein paar Wolken, etwas Wind, bestenfalls noch 3 Tropfen Regen. Danach war es wieder genauso heiss wie zuvor, nur noch schwüler. :grr:
Und eine Besserung scheint nicht in Sicht laut Wetterbericht. Hölle. :gruebel:

Informationen zum Eintrag: Id 236 25.07.2006 00:00 Uhr 2155 Wörter, 13mal angesehen Kategorie(n) Alltagswahnsinn, Vertraulichkeit: 0 Tags , , , Kommentare nicht (mehr) erlaubt Trackbacks / Pings nicht erlaubt
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9 Reaktionen

Huhu Jessica
Da kann ich dir einfach nur aus tiefster Seele zustimmen – ich finde das Wetter momentan einfach abartig, hier ist es dermaßen warm – zumal unser Wohnzimmer auch noch auf der Sonnenseite liegt und den halben Tag die Sonne reinbrennt :aua: . Ich freu mich schon so auf den Herbst und den Winter, ich bin ja ein ein Wintermensch und würde mich über etwas Schnee gerade sehr freuen :kopfueber: .
Liebe Grüße Tina

Kommentar 1 25.07.2006 03:58 Uhr
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Carsten-Dirk

Hi Jessica,

das Wetter ist auch für mich die Hölle. Bei uns im Büro zeigte das Thermoelement
über 30 °C an. Da meine Projektgruppe gerade an einem wichtigen Angebot arbeitet, welches in Kürze abgegeben werden muss, bin ich oft und lange im Büro. Das beste am Tag sind die frühen Morgenstunden und die Fahrt im klimatisierten Auto.

Mein Lichtblick die Kino-Nacht am Mittwoch mit dem Double-Feature von PotC.

Liebe Grüsse Carsten

Kommentar 2 25.07.2006 05:58 Uhr

Bei mir im Büro waren es gestern 31° C während draussen ca. 35 °C herrschten. Ich bin fast eingegangen. Mein Büro gehört ausgerechnet zu denen, welche sich chronisch über Nacht aufheizen. Nur wenn ich besonders früh zur Arbeit gehe, kann ich dem etwas entgegen wirken, in dem ich die Fenster aufreisse und zum richtigen Zeitpunkt wieder verschließe.

Leider hat bei uns nur der Chef eine Klima, schön für ihn, ich werde dafür den ganzen Sommer schonend auf kleiner Flamme gegart. :ko:

Jessica, ich leide mit dir!

Kommentar 3 25.07.2006 06:26 Uhr
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Tharanis

Die Hitze ist zermürbend und ermüdend, besonders für Wintermenschen wie mich. Gruß an Akascha, die sich auch auf Schnee und Eis freut. In den 80er Jahren wurde noch eine neue Eiszeit prognostiziert, ach wäre es schön, wenn sie kommen würde. Nichts ist schöner als trockene Kälte über einer glitzernden Schneedecke.
Ich überlebe diesen Sommer nur, weil ich ständig eine Blumenspritze im Anschlag habe und mich mitsamt Kleid unter die eiskalte Dusche stelle.
Es ist alles so widerlich. Ich muss immer mit Katzenfutter aufpassen, dass die Fliegen nicht ihre Eier reinlegen. Alles verdirbt so schnell und stinkt. Nachts ist es nur auf dem Balkon erträglich, aber auf dem harten Boden kann ich auch kaum schlafen. Dabei sind die Temperaturen in Hannover nicht ganz so schlimm wie am Rhein, dennoch habe ich das Bedürfnis, in einen Gletschersee zu springen, so lange es Gletscher noch gibt.
Ich fürchte, dass immer mehr Sommer so wie 2003 und 2006 werden. Das Killerklima hat uns erreicht :ko: und ich als kyrophiles Wesen, Relikt aus der Eiszeit werde zu Grunde gehen. :?

Kommentar 4 25.07.2006 07:15 Uhr
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Ingo

Hi Jessica,puh war das mal wieder ‘nen Schei… Arbeitstag.So langsam wird ‘ne Abkühlung echt nötig.Ich steh jeden Morgen ‘ne Stunde eher auf und geh erst mal duchen.Ich hab’ mein Schlafgemach genau wie du unter’m Dach,da geht kein Lüftchen.Und dann stehe ich den ganzen Tag in meinem Kellerraum und wuchte irgendwelche schweren Kupferbänder hin und her.In meiner gesammten Abteilung stöhnen die Kollegen,da bringen auch die Ventilatoren nix,das ist wie in ‘nem Backofen.Ich hoffe nur die versprochene Abkühlung kommt tatsächlich am Wochenede.Denn Motorrad fahren bei der Hitze macht keinen Spaß.
So denn live long and prosper,schönen Gruß Ingo(auch toal verschwitzt;))

Kommentar 5 26.07.2006 15:29 Uhr

Man sieht, wie sehr das Thema einen hierzulande betrifft – ich hatte noch nie innerhalb so kurzer Zeit so viele Kommentare. :D
Da bin ich ja fast froh, dass es auch anderen Leuten so geht wie mir – insbesondere, weil ich diese Woche schon wieder einige Erlebnisse mit Mitmenschen hatte, die diese grauenhafte Wetter auch noch geil fanden. :augenroll:

Es ist für mich schon lange keine Frage des persönlichen Geschmacks mehr: Seit über einer Woche fühle ich mich regelrecht krank und elend. Wie gesagt, ständige heftige Schwindelgefühle, Knie wie Butter, Übelkeit und Kopfschmerzen, Kopfschmerzen, Kopfschmerzen. Fast noch schlimmer als eine waschechte Grippe, denn dagegen gibt es Mittelchen und man kann einen Großteil einfach im kuscheligen Bett wegschlafen. Bei diesem Sommerleiden hilft aber nichts und nirgendwo. – Außer im Büro. Der Grund, weshalb ich trotz aller Beschwerden brav ins Büro gehe, ist die dortige Klimaanlage. Für die paar Stunden geht es mir dann besser. Vielleicht sollte ich um Asyl bitten und einfach für die Dauer dieser verfluchten Hitzewelle dort einziehen. Ich möchte mal wieder mehr als 2 h am Stück schlafen. :gruebel:

Gestern war der bisher ätzendste Tag – 37°C in Düsseldorf. Keine Ahnung, ob sich die Sonne an dem Tag besonders ins Zeug gelegt hat, aber als ich aus dem Büro kam, war es noch schlimmer als je zuvor. Ich hatte das Gefühl, den Kopf in einen Backofen zu stecken und keine Luft mehr zu bekommen. :ko: Ich musste den allerletzten Rest Willenskraft zusammenkratzen, um ein paar benötigte Lebensmittel einkaufen zu gehen – denn die 100 m zum Aldi und zurück liegen in praller Sonne.

Diese Woche sagte mir jemand, er hätte schon überlegt, mit der klimatisierten Linie S11 Düsseldorf – Bergisch-Gladbach ein bißchen sinnlos in der Gegend herumzufahren, denn dort wäre es kühl genug, um wieder etwas Schlaf zu finden.
Und die gleiche Idee kam mir auch schon. Ist doch pervers. :kotz:

Kommentar 6 27.07.2006 18:11 Uhr
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Carsten-Dirk

Hallo Zusammen,

bei mir war der gestrige Tag auch ein Hitze Höhepunkt. Kam ich doch erst spät ins Bett, da die Kinonacht extrem lang und anstrengend war, durfte ich umso länger im Büro bleiben. Wie üblich gab es die Terminsache kurz vor Feierabend, so dass ich 12 h unseres netten erhitzen Büros genießen konnte. Danach merkte ich auf der Rückfahrt, dass ich zu wenig getrunekn hatte…

Im übrigen habe ich wahrscheinlich das einzige Kino erwischt, wo die Klimaanlage / Lüftung versagt hatte. Es kam das Gefühl auf, dass ich in einer Sauna mit Kinoleinwand sass. Unerträglich. Hätte das Kino nicht kostenlos Mineralwasser gesponsert, wären mancher Besucher nicht auf zwei Beinen nach Hause gekommen.

Der Film “Pirates of the Caribean , The Deadmens Chest” ist sehenswert, kommt aber nicht an den ersten Teil heran.

Kommentar 7 28.07.2006 06:09 Uhr
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Tharanis

Ich habe gestern auch länger als gewöhnlich in einer tief gelegnen U-Bahn Station gebracht, weil es dort angenehm kühl war. Darüber hinaus fällt mir als einziger klimatisierter Ort das Kino ein. Ich war extra um der Hitze zu entfliehen letztens in “Poseidon” und war angenehm überrascht, sehr spannender Film. Nächste Woche geht es in die Piraten, den will ich sowieso sehen, aber die Klimaanlage des Kinos ist eine weitere Motivation.
Gestern abend hat es reichlich geregnet und die Nacht war seit langem wieder angenehm kühl. Aber ich habe keinen Zweifel, dass die Hitze zurückkriechen wird. Die Sonne brennt so sehr auf der Haut, als hätte man den Arm an eine Flamme gehalten. :aua:

Kommentar 8 28.07.2006 07:30 Uhr

Nachtrag: Seit Freitag ist diese mörderische Hitze hier vorbei! :huepf: War das herrlich, ich bin nach der Arbeit sofort ins Bett gegangen, um endlich wieder ein paar Stunden am Stück zu schlafen ohne Brummschädel danach – man weiss ja nie, wie lange es dauert. Ich war so k.o., dass ich das Bett erst 14 h später wieder verlassen habe… :oops:
Die Übelkeit und extreme Schwindelgefühle sind weg, auch meinem Kopf geht es besser.

Samstag kam die Hitze nochmal wieder, aber danach sanken die Temperaturen erneut. Regen, Wind, Kühle – herrlich! :D Heute waren es tagsüber 20°C, also fast 20°C (!) weniger als letzte Woche um die Zeit.

Laut Deutschem Wetterdienst war das Ganze nicht rekordverdächtig, aber ich glaube, die Statistik ist nicht sehr aktuell.

Kommentar 9 02.08.2006 00:29 Uhr

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