Für manche ist es vielleicht ein alter Hut, aber ich bin erst letzte Woche Samstag über ein anderes Blog darauf gestoßen: Google Maps und personalisierte Google Maps.
Ich hatte nur vor einiger Zeit mal Google Moon ausprobiert. Ich dachte mir: Ein Kartendienst, naja. Falk und Co haben den auch.
Aber als ich Samstag über ein anderes Weblog und personalisierte Google Maps entdeckt habe, was dahintersteckt, sind mir sind echt die Augen aus dem Kopf gefallen
und ich habe anschließend einige Stunden damit herumgespielt.
Mit Google Maps kann man Orte betrachten, sowohl in einer Landkarten-Ansicht als auch in einer Satelliten-Ansicht sowie einer Kombination der beiden. Klingt vielleicht erst einmal nicht sehr spektakulär, aber dies schon eher:
(Bemerkenswert bei letzterem ist nicht nur die Tatsache, dass nicht wie früher bei Stadtplänen von Pullach das Ganze einfach unerwähnt bleibt, sondern dass ich die Adresse von der offiziellen Website habe.
)
In der Nähe interessanterer Objekte ist jedoch meist anders, z.B. in Ägypten. Die Wüste rund um den Nil ist nicht sehr detailiert sichtbar, aber bei den Pyramiden ist ein naher Zoom möglich.Manchmal braucht man eine Weile, um die Dinge zu erkennen, denn diese Perspektive ist doch sehr ungewohnt.
Bei meinen Wohn- und Urlaubsorten konnte ich nicht immer sagen, ob es nun das eine Haus oder eines von denen daneben war.
Leider gibt es keine Angabe darüber, wie aktuell die Bilder sind. Der Dienst ist im Februar 2005 online gegangen und eigentlich noch in der Beta-Phase. Ich vermute, die Bilder stammen aus der gleichen Zeit, denn auf dem Bild vom Maritim Hotel Bonn ist noch die Baustelle zu sehen, die schon auf der FedCon XIV im Mai letzten Jahres nicht mehr da war. Und ich würde wetten, dass auf dem Bild von meiner Straße noch das alte Autohaus zu sehen ist, welches schon vor einer ganzen Weile zu Gunsten einer Aldi-Filiale platt gemacht wurde.
Die Datenbank und der benötigte Speicherplatz für sowas müssen gewaltig sein. Respekt für die Programmierleistung, die hinter all den Features stecken muss.
Ich frage mich auch, wie lang man bei manchen Regionen warten musste, bis man sie wolkenfrei ablichten konnte. Oder ob es dabei einen Trick gibt?
Mittlerweile gibt es eine Reihe von Plugins und Services, die Google Maps für die eigene Website nutzbar machen. Bei Your G Map z.B. kann man eigene Karten anlegen, Orte seiner Wahl einfügen und über zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten die Ansicht festlegen.
- Vorbei die Zeiten, wo man eine Abmahnung riskieren musste, weil man illegalerweise einen Ausschnitt aus einem gescannten Stadtplan online gestellt hat.
Ich habe das gleich mal für meine Wohnorte gemacht.
Ich finde das Ganze gleichmaßermaßen faszinierend wie erschreckend.
Wenn ein ziviler Satellit das schon vor über einem Jahr konnte, was mag dann ein Spionage-Satellit heute sehen können? Wenn man mir mit ersterem schon auf den Balkon gucken kann, erkennt letzterer vermutlich, welches Buch ich dort gerade lese.
Und in vielen Fällen möchte man gar nicht so genau sehen, was überall auf der Welt so los ist. Ob die unapettitliche Umwelt-Verschmutzung rund um Shanghai, Brandrodung im Regenwald, einer der rund 40 Kriege, die zu jeder Zeit auf diesem Planeten toben, oder irgendwelche Schlachthäuser…
Jaxa
Oh, ja, Google Maps macht Spaß! *g* Ich musste hier für die Arbeit eine Anwendung schreiben, die mittels Google Maps die Anzeige von Adressen aus einer Datenbank auf einer Karte ermöglicht, so habe ich mich zum ersten Mal richtig damit beschäftigt. Es gibt mittlerweile auch schon sehr viele Seiten, die Google Maps für alle möglichen Verrückten Anwendungen nutzen, wirklich toll.
Kennst Du auch schon Google Earth, die Variante für die Installation auf dem PC?
p.s.: Bitte sag mir, dass in den letzten Tagen ein Brief von mir bei Dir angekommen ist! Sonst muss ich wenn ich zurückkehre in der nächsten Filiale der Post Amok laufen.
Tharanis
Das ist eine nette Spielerei, wobei ich nach Deinen Schilderungen eine weit höhere Auflösung erwartet habe, Deinen Balkon konnte ich nicht erkennen, meinen eigenen nur erahnen, na ja bin halt kurzsichtig
Schade dass von der Antarktis und Grönland nicht viel zu sehen war, würde mich am liebsten im Eis einfrieren bei der Hitze. Der Kölner Dom ist allerdings sehr schön zu sehen, ist ja auch ein Riesenteil.
@Jaxa: Ja, Google Earth kenne ich – siehe Artikel-Linkliste – aber habe ich noch nicht ausprobiert. Ich habe irgendwie nicht entdecken können, welche Vorteile mir das gegenüber der Online-Version bringen soll.
Mit Software von Google bin ich vorsichtig, nachdem sich neulich bei irgendeiner Software diese nervig-dreiste Desktop-Suche mitinstalliert hat. Soweit ich weiss, ist das auch Spyware…
Keine Sorge, das Päckchen habe ich bekommen.
Kam irgendwann letzte Woche, aber da ich dachte, es sei nur mein GEO-Abo, habe ich mich nicht so beeilt und es erst gestern von der Post geholt. Vielen herzlichen Dank für die Beigaben zum Shirt! Die Aufkleber sind total süß
und sie GLITZERN!
Fast zu schade, um sie auch irgendwohin zu kleben.
@Tharanis: Die Fotos von größtmöglichen Zoom auf mein Haus sind im Gegensatz zu Aufnahmen von Baghdad oder Jaxas Unterkunft in USA leider etwas unscharf, aber ich kann alles gut erkennen, den Balkon (rot), mein Badezimmerfenster (grün) und sogar den Müllcontainer (blau).
Nachtrag: Ich habe inzwischen Google Earth ausprobiert. Hat ein paar nette zusätzliche Features, aber macht oft Probleme, dabei ist der Rechner nicht gerade alt, auf dem es läuft. Mein Bruder meint, die Auflösung sei dort noch höher, aber das kann ich eigentlich nicht bestätigen.
Die Browser- und Applikations-Version halten sich meiner Meinung nach die Waage bei Vor- und Nachteilen.
Inzwischen hat auch die Wissenschaft Google Earth für sich entdeckt.
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