Letzte Woche ist eine alte Liebe wieder aufgeflammt – ich war im “Phantom der Oper”.
Ich habe vor einiger Zeit in einem Bericht über die nächstjährigen Oscar-Anwärter gehört, dass das Musical von Andrew Lloyd Webber verfilmt wird. Donnerstag ist er fast schon heimlich angelaufen. Ich war direkt an dem Tag im Film und bin total begeistert!
Die Geschichte dürfte ja bekannt sein:
Paris 1870. In der großen Oper und deren Katakomben haust das Phantom, ein von Geburt an entstellter Mann namens Erik. Er ist der eigentliche Herr des Hauses und zieht alle Fäden im Hintergrund. Wenn man seine Anweisungen mißachtet, hat das meist tödliche Konsequenzen. Er verliebt sich in das Chormädchen Christine Daaé und verhilft ihr durch Gesangsunterricht zum großen Durchbruch auf der Bühne. Doch dann taucht Raoul auf, Christines Jugendliebe; sie ist hin- und hergerissen. Das Phantom entführt Christine und es entbrennt ein Kampf zwischen Raoul und dem Phantom, unter dem auch die ganze Operngesellschaft zu leiden hat. In den Katakomben der Oper kommt es zum Finale…
Man hat sich wirklich bis ins letzte Detail und wortwörtlich an das Webber-Musical gehalten – was kein Wunder ist, da der Meister selbst natürlich seine Finger mit drin hatte.
So gab es z.B. die Auktion mit dem Lüster am Anfang, die Verwandlung Oper zurück zu altem Glanz, oder wie das Phantom Christine und Raoul auf dem Dach der Oper belauscht und dann auf der Statue stehend Rache schwört genau wie zu Ende des ersten Aktes im Musical.
Der Film ist also quasi genauso, nur in Dolby Surround.
Insofern umso schöner, da man im Film eben nicht durch den Bühnenrand begrenzt ist und mehr Möglichkeiten hat durch Kamera, Schnitt und Tricktechnik.
Eine winzige Ausnahme gibt es jedoch: Der Lüster stürzt erst in “Don Juan, der Sieger” ins Publikum und nicht schon zu Ende des ersten Aktes. Nur ein Toter war auf der Leinwand wohl nicht dramatisch genug an der Stelle.
Einige Zeilen der Lieder stimmten nicht ganz mit der deutschen Version überein, wie ich sie aus Hamburg und Wien kenne. Wahrscheinlich haben sie alles neu übersetzt und stellenweise mussten die Szenen und Lieder etwas verlängert werden. Es gab auch kurze zusätzliche Dialoge und Szenen, wie z.B. Madame Giris Rückblick, wie sie das Phantom auf einem Horrorkabinett traf und ihn in die Oper brachte. Oder das Ende, wo Raoul als alter Mann am Grab von Christine steht, und er auf dem Grabstein wieder eine einzelne Rose mit schwarzer Schleife und einem Ring findet, die natürlich vom Phantom stammt.
Aber daran will ich nicht meckern, weil sich das zwar nicht ans Musical hält, aber immerhin an Gaston Leroux’ Buch.
Das Phantom (Gerard Butler) fand ich zunächst nicht sooo passend. Eindeutig zu jung (Aussehen und Stimme), denn er ist im Buch mindestens 20 Jahre älter als Christine. Außerdem war er ausgesprochen hübsch
– also der Rest von ihm jenseits der Maske.
Aber er hat mich nach kurzer Zeit doch überzeugt.
Christine (Emmy Rossum) war sehr süß und sympathisch und Raoul (Patrick Wilson) fand ich ausnahmsweise auch ganz gut.
Ich habe die deutsche Fassung gesehen, die englische Version werde ich mir anschauen, wenn der Film auf DVD herauskommt. Allerdings hat die meiner Meinung nach einen Nachteil: Ich habe mir inzwischen die englischen Trailer heruntergeladen und fand, dass das deutsche Phantom einfach besser singt. Es ist allerdings auch nicht sehr verwunderlich: Musical-Veteran Uwe Kröger singt das deutsche Phantom, während der Schauspieler Gerard Butler ja eigentlich kein Sänger ist. Zu Christine und Raoul usw habe ich noch keinen Vergleich.
In einem Interview mit Andrew Lloyd Webber habe ich allerdings gelesen, dass ihm eigentlich wichtig war, dass die Schauspieler auch singen können…?
Wer mit Musicals nichts anfangen kann, sollte ihn sich besser nicht ansehen. Sonst kommen solche Kritiken heraus, wie ich sie diese Woche im Radio gehört habe:
Ich als anerkannter Phantom der Oper-Experte kann ihn jedenfalls nur empfehlen – und das will etwas heissen
:
.Ich habe jetzt noch einmal herumgekramt in meinen alten Sachen und musste feststellen, dass der letzte “Phantom”-Besuch schon 12 Jahre her ist! Ich fürchte, es wird derzeit überhaupt nicht in Deutschland gespielt, in Hamburg in der Neuen Flora ist es ja schon lange nicht mehr. Ich muss unbedingt noch einmal rein, und wenn es eben wieder in London im Her Majesty’s Theatre ist…
Das Musical ist einfach nur schön, schön, schön. Kostüme, Schauspiel und vor allem natürlich die Musik. Wen das kalt lässt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
Meine Lieblingslieder sind das Titellied “Das Phantom der Oper” und die bombastische Instrumentalversion davon, die Ouvertüre, außerdem der pompöse “Maskenball”, die “Musik der Dunkelheit”, deren Text ich wunderschön finde, und nicht zuletzt “Der letzte Schritt”. Selten habe ich ein Lied gehört, das so viel Leidenschaft und, ja, Erotik rüberbringt. Text und Schauspiel sind in dem Fall eindeutig zweideutig, aber auf ansprechende Art und Weise.
Das Titellied wurde schon unzählige Male gecovert, z.B. von “Nightwish” auf deren Album “Century Child”. Ich kenne sogar einen “Babylon 5″-Filk-Song zu “Der letzte Schritt”, mit Londo als Christine und Mr. Morden als Phantom.
Hmm, ich habe schon eine Idee, wie ich das mit einem meiner nächsten Kostümauftritte verbinden könnte… Ich möchte zu gerne das Publikum mit dem Titellied oder der Ouvertüre in voller Lautstärke beschallen. Das fegt vermutlich den letzten Staub aus den Boxen.
Bei mir war das “Phantom”die Spitze meines Musical-Trips, angefangen habe ich mit leichter Kost wie “Starlight Express”. Ich war ein echter Hardcore-Fan. – Und wie heute mit dem Sci-Fi-Zeugs habe ich übrigens auch damals meinen Bruder und meine Mutter mit dem Musical-Virus angesteckt. Ich habe über eine Anzeige in der Bravo (!) andere Musical-Fans gesucht und bin mit Briefen zugeschüttet worden. Daraus wurden teilweise jahrelange Brieffreundschaften, von denen ich einige auch persönlich kennenlernte und mit einer sogar im Alter von 16 Jahren alleine in London war, um “Les Misérables” und das “Phantom” zu sehen. Ich habe jeden Zeitungsschnippsel, Fernsehausschnitt und Noten meiner Lieblingsmusicals gesammelt. Ich war Mitglied eines “Phantom der Oper” Fanclubs, habe meinen Lieblingsschauspielern Briefe geschrieben, Autogramme gesammelt und ihnen Blümchen geschenkt nach der Vorstellung.
Ich habe Jazzdance und Steptanz gemacht, drei Jahre klassischen Gesangsunterricht (Mezzosopran) und Klavierstunden genommen.
Ich war allerdings wie überall zu ehrgeizig. Wenn ich weniger als 1 h pro Tag singen geübt habe, war ich schon unzufrieden mit meiner Leistung und habe dann aufgehört, als es mir zuviel wurde und ich festgestellt habe, dass ich mich partout nicht traue, vor Publikum zu singen.
Eigentlich schade, ich hätte wirklich Lust, wieder anzufangen…
Das “Phantom” wurde schnell zusammen mit Les Misérables mein Lieblingsmusical, vor allem wegen der Handlung.
Dabei mag ich eigentlich überhaupt keine expliziten Liebesgeschichten. Als Nebenschauplatz ok, aber Filme, in denen es nur um das Thema geht, interessieren mich in der Regel überhaupt nicht. Mit zwei Ausnahmen: “The Crow” und eben “Das Phantom der Oper”. Und witzigerweise heisst der hauptsächliche Grund in beiden Fällen Erik bzw. Eric.
Ich liebe diese traurig-schöne Geschichte. Und ich liebe vor allem das Phantom.
Zugegeben, der Mann ist eifersüchtig, leicht zu reizen, herrisch und ein Mörder. Aber er ist auch ein genialer Musiker und Komponist, Maler, Dichter, Architekt und Zauberer, ein stets elegant gekleideter und höflicher Gentleman mit guten Manieren besonders gegenüber Frauen (es sei denn, sie heissen Charlotta), mysteriös, tiefgründig, intelligent, leidenschaftlich, phantasievoll, romantisch, zärtlich – und Franzose.
Für das alte Frankreich hatte ich schon immer viel übrig und ich liebe die Sprache.
Seine moralischen Fehltritte kann man ihm leicht verzeihen angesichts seiner tragischen Geschichte. Heutzutage würde er wegen seiner schweren Kindheit vermutlich ein mildes Urteil bekommen.
Ich kann ihn so gut verstehen – heute aus anderen Gründen als damals. Neben dem einzigartigen Charakter des Phantoms der hauptsächliche Grund, warum das “Phantom der Oper” etwas Besonderes für mich ist.
Wäre ich Christine gewesen, ich hätte nicht eine Sekunde überlegt, den Vicomte de Chagny in Wüste geschickt und mich für das Phantom entschieden! – Erst recht, wenn er wie Gerard Butler gewesen wäre. Der Rest von ihm ist einfach so attraktiv, dass er von dem Bißchen unter der Maske gar nicht groß verschandelt werden kann.
Ich habe damals lange versucht, herauszufinden, ob es ihn wirklich gab, bin aber zu keinem eindeutigen Schluss gekommen, auch nicht durch den Besuch der Grand Opera in Paris. (Wie man allerdings sehen kann, der aktuelle Film spielt nicht am Originalschauplatz.) Für das Phantom muss man hoffen, dass es das nicht war, denn solch ein Schicksal wünscht man nicht einmal seinem ärgsten Feind.
Wer mehr dazu wissen will, dem seien die genannten Bücher von Gaston Leroux und Susan Kay empfohlen – aber Achtung, reichlich Taschentücher dazu bereitlegen. Es ist schon viel zu lange her, ich werde sie demnächst auch wieder lesen – nachdem ich letzteres neu bestellt habe, es ist bei irgendeinem Umzug abhanden gekommen.
Ja, meine Beziehung zum Phantom ist eine besondere.
Ich hatte es fast vergessen, aber durch den schönen neuen Film ist alles wieder aufgelebt.
Ich fürchte, gegen die aktuellen Mainstream-Werke wird er sich nicht lange behaupten können. Selbst am Donnerstag war nicht mal ein Dutzend Zuschauer in der Vorstellung. (Könnte allerdings auch an unserem Provinz-Kino liegen.*g*) Also schnell anschauen, bevor er von der Leinwand verschwinden. Wenn ich es schaffe, werde ich ihn mir nochmal im Kino anschauen und ich bin schon ganz heiss auf die DVD.
Wer das Musical von Andrew Lloyd Webber liebt oder das Prinzip von “Moulin Rouge”, wird auch diesen Film lieben. Er hat schon mehrere Golden Globe Nominierungen und gilt auch das Kandidat für zahlreiche Oscars.
Hier gibt’s mehr Infos, schöne Bilder und Downloads, die Trailer holt man sich am besten hier. Liedtexte gibt es z.B. hier. Meine Favoriten sind dabei “Musik of the Night” (“Die Musik der Nacht”), “Point of No Return” (“Der letzte Schritt”) und “Learn to be lonely” (“Dein Weg ist einsam”). (Wobei es bei letzterem mehr eine Haß-Liebe ist.)
Grand Opera Paris:
Bilder meiner Musical-Fan-Karriere:
Autogramme von Musical-Darstellern:
Gwen
Hallo, Jessica, endlich komme ich dazu, dein blog zu besuchen. Dafür habe ich abendlichen Gassigehen weglassen müssen*grins*, es war sowieso zu kalt. Du bist noch nicht ganz entlassen aus deiner gestalterischen Tätigkeit;)) ich brauche noch buttons genau die gleichen wie bei “Spiegelbilder”.Die Titeln teile ich dir noch mit. Ich werde eine Startseite bei gwensphoto machen und brauche natürlich buttons. Hm…vielleicht hast du Lust diese Startseite selbst zu machen?:)))
Einen schönen Abend noch!!
Hallo Jessica
Danke für deine ausführliche Kritik – jetzt bin ich noch heißer auf den Film als eh schon ;o). Ich liebe das Musical – obwohl ich es noch nie live gesehen habe – dafür hab ich die Musical CD bestimmt schon 100 Mal angehört, wenn nicht mehr ;o).
Meine Lieblingslieder sind “Denk an mich” und “Wag mit mir den letzten Schritt” – ach, da krieg ich gleich Lust mir das Musical mal wieder anzuhören – und den Film MUSS ich einfach sehen :oD.
Um deine klassische Gesangsausbildung beneide ich dich wirklich, ich würde meine Stimme so gerne mal richtig ausbilden lassen… Wenn das nur nicht so teuer wäre ;o).
Liebe Grüße Tina
Jessica
@Tina: Seit Donnerstag läuft bei mir die CD (Wiener Komplettaufnahme) auch in Dauerschleife.
Ich sag’s ja, “Der letzte Schritt” ist toll.
(Siehe auch die Banner im Eintrag darunter.)
Ja, Gesangsunterricht ist teuer: 120 DM pro Monat für 4mal 30 Minuten. Die restliche Zeit musste ich halt alleine zu hause üben, deswegen auch der Klavierunterricht, damit man sich die Noten spielen kann. So wirklich “fertig” war ich ja nicht… Seufz, ich hätte wirklich Lust, nochmal anzufangen – blöd, dass der Tag nur 24 h hat. Ganz verlernen tut man es nicht, aber wenn ich bedenke, welche Form ich damals hatte und heute… :/
Ich habe gerade gehört, dass das Phantom derzeit mit Die Schöne und das Biest (welche Ironie!) um das Theater in Essen kämpft, in dem bisher Aida gespielt wurde. Ich will hoffen, dass das stimmt und das Phantom gewinnt. Ich könnte dann sogar mit der S-Bahn hinfahren, einem Besuch (oder zwei oder drei *g*) stünde also nichts mehr im Wege.
BTW, für einen Einblick in den Film empfehle ich diesen schönen Trailer (leider fette 25 MB, aber er war’s mir wert).
Tharanis
Ich habe den Film gestern Nacht gesehen – wow I’m impressed ! Tolle Geschichte, herrliche Kulisse und Kostüme, wunderschöne Musik – und vor allem unendlich traurig. Ich kann das Phantom nur allzu gut verstehen. Ich als Geschöpf der Unterwelt muß leider auch gerade mit der verdammten Oberwelt um meine Liebe ringen. Ich habe auf der Rückfahrt die ganze Zeit im Auto geheult. Warum sind wir nur zur Einsamkeit verdammt ? Es ist zum Verzweifeln, nein es liegt kein Glück in der Einsamkeit, nicht wenn Du einmal vom Gral der Liebe kosten durftest.
Jessica
@Tharanis: Es hätte mich auch schwer gewundert, wenn Dir der Film nicht gefallen hätte. Wenn Du ihn nicht schon gesehen hättest, hätte ich Dich früher oder später mit ins Kino geschleift oder zum DVD-Schauen verdonnert.
Aber vielleicht schleppe ich meinen Bruder noch mit in den Film, der ist auch immer noch ein Phantom-Fan.
Und demnächst gibt es ja vielleicht auch wieder das Musical in Deutschland.
Ich glaube auch nicht, dass “learn to be lonely” die Formel zum Glücklichsein ist, weder für das Phantom, noch für sonst jemanden…
Ich sagte es schon, ich kann ihn auch zu gut verstehen, darum muss ich regelmäßig beim Hören der CD Tränen vergießen, sofern ich nicht bei bester Laune bin (was bekanntlich in letzter Zeit selten der Fall ist).
Ich weiss derzeit gut, wie Du Dich fühlen musst. Wie ich Dir schon erzählte, plagt mich derzeit ein ähnliches Gefühl, und das ist wirklich nicht schön… Allerdings gibt’s für Dich Hoffnung, für mich in diesem speziellen Fall nicht.
Aber darüber reden wir weiter, wenn ich Silvester zu Dir komme!
Hallo Jessica
Nochmal danke für den Tipp – war gesten Nacht im Film und fand ihn wunderschön!
Das einzige was mich teilweise etwas irritiert hat war die stellenweise Neuübersetzung und die Lippenunsynchronität. Allerdings ist mir schon klar, dass das einfach nicht geht – gestört hat es mich trotzdem ein bisschen. Aber das ist ein Grund mehr sich auch mal die englische Version anzuschauen ;o).
Freu mich schon sehr darauf, wenn die DVD rauskommt, dass ich den Film 1000 Mal anschauen kann ;o).
Liebe Grüße Tina
Jessica
@Tina: Welche Aufnahme hast Du denn? Die Texte im Film entsprechen auf jeden Fall nicht der Wiener Doppel-CD. Da heisst es z.B. “Engel der Lieder” und “Musik der Dunkelheit”, während es im Film “Engel der Muse” und “Musik der Nacht” heisst.
Wie gesagt, das mit der Synchronität ist mir gar nicht aufgefallen, aber es lässt sich vermutlich gar nicht vermeiden.
Die DVD kaufe ich mir auch, sobald sie raus ist.
Nachtrag: Ich habe mir den deutschen Soundtrack zum Film gekauft und mich über die Rezension bei Amazon geärgert, wo die Filmkritik der Cinema zitiert wurde. Der Kritiker war genau wie der Typ bei Antenne Düsseldorf der Meinung, die Schauspieler hätten extreme overacting betrieben und das Phantom wäre deswegen letzten Endes zum maskierten Clown mutiert. Wie ich schon sagte, offensichtlich wieder einer, der keine Ahnung von der Materie hat. Oder vielleicht haben die einen anderen Film gesehen als ich? Ich fand es völlig richtig so. Vielleicht ist das nur wieder typisch für unsere Zeit: Große Gefühle – Verzweiflung, Liebe, Rache, Romantik – sind da nicht gewünscht, alles ist cool und easy, Gefühle, Sprache, Kleidung. Ein Grund, warum ich die Geschichte, das Musical und den Film erst recht mag.
Heute kam der Soundtrack mit der Post, und ich kann ihn nur empfehlen. Dies ist neben der Wiener Komplettaufnahme und den Highlights der Hamburger Inszenierung die dritte deutschsprachige Phantom-Version. Die Hamburger Version habe ich nicht, daher kann ich da keine Vergleiche ziehen. (Ich kann mir Knödeltenor Peter Hoffmann als Phantom einfach nicht antun
, auch wenn mir dabei leider Anna Maria Kaufmann als Christine und Hartwig Rudolz als Raoul entgehen.) Beim Soundtrack zum Film ist die Orchestrierung etwas anders, die Texte und natürlich die Sänger. Die Texte sind eindeutig nicht die der Wiener Aufnahme, vielleicht entsprechen sie der Hamburger Version oder sind gänzlich neu übersetzt. Auf der CD ist alles Wichtige drauf und das zusätzliche Lied “Learn to be lonely” sogar sowohl im Original als auch in deutsch (“Dein Weg ist einsam”, schluchz). Uwe Kröger als Phantom ist wirklich nicht schlecht, und die Christine (Jana Werner) gefällt mir ausgesprochen gut. Und ich habe Hartwig Rudolz wiederentdeckt auf der Aufnahme als Monsieur Firmin.
Ich habe daher noch den deutschen Text von “Learn to be lonely” (“Dein Weg ist einsam”) und ein paar Fotos aus dem CD-Booklet und dem schönen Bildschirmschoner.
Hallo Jessica
Ich hab auch die Wiener Aufnahme ;o). Die Neuübersetzung ist so schon ganz ok – ich fand halt nur “Engel der Lieder” schöner als “Engel der Muse” – und “Wag mit mir den letzten Schritt” besser als “Jetzt gibt es kein zurück” (oder so ähnlich). Ich hab nur eine Version des Musicals, aber der Soundtrack ist definitiv eine überlegung wert.
Hihi, Peter Hoffman als Phantom finde ich übrigens auch ganz schrecklich.
Die Kritik der Cinema finde ich ja total daneben – bestimmt hat keiner von den Kritikern jemals ein Theaterstück gesehen. übertrieben fand ich die Gebärden im Film nämlich absolut nicht..
Vom Gesang her kann ich dir nur zustimmen, Uwe Kröger fand ich ok, Jana Werner hat mir sehr gut gefallen und Raoul fand ich auch ok :o).
Liebe Grüße Tina
Jessica
@Tina: Ja, das stimmt, die Wiener Version von “Wag mit mir den letzten Schritt” ist wirklich schöner. Bemerkenswerterweise gibt bei den Wienern ja fast noch ein Happy End, der letzte Satz des Phantoms ist “Du allein hast mich von dir befreit, nun endet die Musik der Dunkelheit”. Im Film hingegen sagt er “Du hast mich in meine Welt gebracht, so stirbt mein Lied und die Musik der Nacht”.
Ich glaube, ich mag trotzdem das Wiener Phantom (Alexander Goebel) am liebsten von allen.
Peter Hoffmann passt überhaupt nicht als Phantom. Als Piagi geht’s vielleicht.
Und Raoul – wer mag schon Raoul?
Gott, ist das letzte Lied (“Dein Weg ist einsam”) traurig… :,-|
Marc
Hallo Jessica,
ich teile 100% ig Dein Gefühl für das Phantom. Vielleicht mir eigenen Worten: Es war ein Hammer Film! Ich hoffe es wird einmal eine weiter Verfilmung von Dr. Jecyll and Mr. Hyde, sowie vom Tanz der Vampire geben. Falls Du demnächst mal wieder ins Kino gehst, sag mal Bescheid, vielleicht können wir ja mal wieder zusammen gehen. TD Köln war übrigens auch recht witzig. Ansonsten komm gut ins neue Jahr. Gruß Marc
PS: Die Skelletor Maske sieht schon recht geil aus!
Jessica
@Marc: Ich bezweifle stark, dass Du meine Begeisterung für das Phantom 100%ig nachvollziehen kannst. 80% vielleicht, aber der Rest ist Dir aus biologischen Gründen verwehrt.
)) Es sei denn, Du hast neuerdings Ambitionen in Bezug auf das eigene Geschlecht, die ich bisher nicht bemerkt habe.
Ich weiss, dass das Kölner TD witzig war – auch wenn ich mal wieder den 1. Platz beim Kostümwettbewerb an die Klingonen verloren habe – sonst wäre ich ja nicht bis 2 Uhr dageblieben.
Gwen
danke, liebe Jessica, für die Korrektur. Denke jetzt an die buttons*wink mit dem Zahnpfahl*:)) ich habe ein Entwurf hochgeschickt an gwensphoto.de(index)
Liebe Grüße, Gwen
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